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Immobilie inseriert, keine Anfragen? Inserat-Check 2026

Tragen Sie Ihre Zahlen aus dem Portal ein. Der Check zeigt, an welcher Stufe Ihr Inserat Interessenten verliert, und was Sie dort zuerst ändern. Kostenlos, ohne Anmeldung.

Inserat-Check: Warum Ihre Immobilie keine Anfragen bekommt

1. Ihre Zahlen aus dem Portal
2. Ihr Inserat

Engpass: Aufrufe ja, Anfragen nein.

In 30 Tagen: 20 Aufrufe pro Tag, auf 100 Aufrufe kamen 0 Anfragen.

  1. Fehlt:Grundriss: Er beantwortet Aufteilung und Zimmergrößen, bevor jemand anfragt.
  2. Fehlt:Exposé: Ein PDF mit allen Angaben, das Sie auf Anfrage sofort verschicken können.
  3. Fotos: Ohne Fotos fehlt die Grundlage für eine Anfrage. Hell, aufgeräumt, Querformat, jeder Raum.
  4. Beschreibung: konkret statt allgemein. Lage, Wege, Ausstattung, was Sie selbst an der Wohnung schätzen.

Grundriss, Exposé und virtuell möblierte Fotos leerer Räume, aus Ihren Handyfotos: alles im Privat-Paket.

Grundriss + Exposé erstellen

Auf einen Blick

Wenn eine inserierte Immobilie keine Anfragen bekommt, liegt das selten am Markt allein. Der Weg zum Verkauf hat vier Stufen: Aufruf, Anfrage, Besichtigung, Angebot. Fast immer bricht er an einer davon ab. Laut PrimePhoto 2025 sind über 70 % der Inserate fotografisch mangelhaft, und laut Kreissparkasse Köln dauerte die Vermarktung bei 20 % über Marktwert 379 statt 122 Tage. Der Check oben zeigt, welche Stufe es bei Ihnen ist.

Die Formel: vier Stufen, Ihre eigenen Quoten

  1. Anfragequote = Anfragen ÷ Aufrufe × 100 (Anfragen auf 100 Aufrufe)
  2. Besichtigungsquote = Besichtigungen ÷ Anfragen × 10 (Besichtigungen auf 10 Anfragen)
  3. Angebotsquote = Angebote ÷ Besichtigungen × 10
  4. Engpass = die erste Stufe, auf der nichts mehr ankommt.

Für keine dieser Quoten gibt es einen belegten Richtwert für Deutschland. Deshalb vergleicht der Check Sie nicht mit erfundenen Durchschnittswerten, sondern mit Ihnen selbst: Ändern Sie eine Sache, und sehen Sie nach einer Woche, ob die Quote dieser Stufe steigt.

Beispiel: Wohnung mit 74 m², 28 Tage online

285.000 € Angebotspreis, also 3.851 € je m². 840 Aufrufe, 3 Anfragen, keine Besichtigung. Kein Grundriss, kein Exposé.

StufeIhre ZahlQuote
Aufrufe84030 pro Tag
Anfragen30,36 auf 100 Aufrufe
Besichtigungen00 auf 10 Anfragen

Engpass: Anfragen kommen an, Besichtigungen nicht. Zu prüfen sind Antwortzeit und Vorauswahl. Hätte dieselbe Wohnung null Anfragen, läge der Engpass eine Stufe früher; der Check nennt dann zuerst den fehlenden Grundriss und das fehlende Exposé.

Stufe 1: Keine Aufrufe. Preis, Titel, erstes Foto, Kategorie

In der Trefferliste sieht ein Interessent nur Titel, Preis und ein Foto. Wirkt der Preis zu hoch, klicken viele gar nicht erst. Laut Spotlight Real Estate überschätzen 45 % der Eigentümer den Wert ihrer Immobilie. Prüfen Sie Ihren Preis je m² an vergleichbaren Inseraten und mit den Verfahren der Wertermittlung.

Stimmt der Preis, liegt es oft am ersten Foto oder an der Kategorie: falsche Objektart, Wohnfläche nicht eingetragen, und Suchfilter blenden das Inserat aus. Mehr Sichtbarkeit kostet Geld: ein Premium-Inserat auf ImmoScout24 ab 119 € je 30 Tage (Rudkowski & Hag 2025).

Stufe 2: Aufrufe, aber keine Anfragen. Fotos, Grundriss, Exposé

Wer öffnet und nicht anfragt, hat etwas gesucht und nicht gefunden. Laut PrimePhoto sind über 70 % der Inserate fotografisch mangelhaft: dunkel, schief, unaufgeräumt. Rudkowski & Hag nennen Preis, Präsentation und Plattform als Hauptgründe. Was hilft: helle Fotos jedes Raums im Querformat, ein Grundriss, eine konkrete Beschreibung und ein Exposé, das Sie auf Anfrage sofort verschicken.

Leere Räume lassen offen, wie man sie nutzen kann. Virtuelles Home Staging richtet sie auf dem Foto ein. Es entfernt keine vorhandenen Möbel und muss im Inserat als virtuell möbliert gekennzeichnet sein.

Leeres Wohnzimmer vor dem virtuellen Home Staging

Vorher

Dasselbe Wohnzimmer, virtuell möbliert

Nachher: virtuell möbliert

Leeres Wohnzimmer, mit dem Handy fotografiert, danach virtuell möbliert.

Stufe 3: Anfragen, aber keine Besichtigungen. Antwortzeit und Vorauswahl

Hier hilft kein Produkt, sondern Ablauf. Antworten Sie möglichst am selben Tag und schlagen Sie gleich zwei Termine vor. Fragen Sie Finanzierung und Zeitrahmen kurz ab, aber filtern Sie nicht so streng, dass niemand übrig bleibt. Legen Sie den Energieausweis bereit: Spätestens bei der Besichtigung müssen Sie ihn vorlegen (§ 80 GModG).

Stufe 4: Besichtigungen, aber kein Angebot. Preis und Zustand

Notieren Sie nach jeder Besichtigung, was bemängelt wurde. Wiederholt sich ein Einwand, ist er der Grund. Betrifft er den Preis, zeigt die Studie der Kreissparkasse Köln den Preis des Wartens: Bei 20 % über Marktwert dauerte die Vermarktung im Schnitt 379 statt 122 Tage.

Inserat neu aufsetzen: die Checkliste

Ändern Sie immer nur eine Sache zur Zeit, sonst wissen Sie nicht, was gewirkt hat. Diese Reihenfolge folgt dem Trichter:

  1. Erstes Foto tauschen. Der hellste, größte Raum nach vorn, Querformat, Vorhänge auf, Licht an.
  2. Titel schärfen. Objektart, Zimmer, Lage und das eine Merkmal, das Ihr Objekt von den Nachbarinseraten abhebt.
  3. Alle Pflichtfelder füllen. Wohnfläche, Zimmer, Baujahr, Energiekennwerte. Leere Felder fallen durch Suchfilter.
  4. Grundriss ergänzen. Ohne ihn bleibt die wichtigste Frage offen: Passt die Aufteilung zu meinem Leben?
  5. Beschreibung konkret machen. Statt „schöne Wohnung in guter Lage“: Südbalkon, fünf Minuten zur S-Bahn, Bäcker um die Ecke.
  6. Exposé bereithalten. Ein PDF mit allen Angaben, das Sie jeder Anfrage innerhalb von Minuten schicken.
  7. Erst dann den Preis anfassen. Eine Preissenkung lässt sich nicht zurücknehmen; ein besseres Foto schon.

Notieren Sie vor jeder Änderung Ihre Zahlen aus dem Portal und tragen Sie sie eine Woche später wieder in den Check ein. Steigt die Quote der Stufe, an der Sie gearbeitet haben, war es die richtige Stelle. Bleibt sie gleich, nehmen Sie den nächsten Punkt der Liste.

Ein Inserat, das lange unverändert online steht, sieht für Suchende alt aus. Manche Verkäufer stellen es deshalb mit neuen Fotos und neuem Text komplett neu ein. Das ist erlaubt, ändert aber nichts, wenn das eigentliche Problem der Preis ist.

Pflichtangaben im Inserat
Liegt ein Energieausweis vor, gehören seine Kennwerte in die Anzeige (§ 87 GModG). Fehlende Angaben wirken unseriös und können ein Bußgeld auslösen. Die Zeile für Ihr Inserat erstellt der Energieausweis-Check.

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  • 1 Inserat
  • 10 Staging-Bilder (je bis 3× neu generieren)
  • 3D-Grundriss
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  • Flythrough-Video
  • 10 Social-Media-Posts

In Deutschland berechnet ein Makler Verkäufern bei 400.000 € Kaufpreis typischerweise 3,57 % inkl. MwSt. = 14.280 €. Das Privat-Paket kostet 29 €.

14 Tage Geld-zurück-Garantie – ohne Begründung.

Häufig gestellte Fragen

An einer von vier Stufen: Das Inserat wird nicht geöffnet (Preis, Titel, erstes Foto, Kategorie), es wird geöffnet, aber niemand fragt an (Fotos, Grundriss, Exposé, Beschreibung), Anfragen führen zu keiner Besichtigung (Antwortzeit, Vorauswahl) oder Besichtigungen zu keinem Angebot (Preis, Zustand). Die Diagnose oben zeigt, welche Stufe es bei Ihnen ist.
Dafür gibt es keinen belegten Richtwert für Deutschland, und wir erfinden keinen. Aussagekräftiger ist Ihr eigener Verlauf: Notieren Sie die Quote jede Woche. Ändern Sie eine Sache (Titelfoto, Preis, Grundriss) und vergleichen Sie danach.
Laut einer Studie der Kreissparkasse Köln dauerte die Vermarktung bei 20 % über Marktwert im Schnitt 379 Tage statt 122. Laut Spotlight Real Estate überschätzen 45 % der Eigentümer den Wert ihrer Immobilie.
Es bringt mehr Sichtbarkeit, also mehr Aufrufe. Ein Premium-Inserat auf ImmoScout24 kostet ab 119 € je 30 Tage (Rudkowski & Hag 2025). Liegt Ihr Engpass bei den Anfragen statt bei den Aufrufen, hilft mehr Sichtbarkeit wenig: Dann fehlt es an Fotos, Grundriss oder Beschreibung.
Ja, wenn Sie sie als virtuell möbliert kennzeichnen. Virtuelles Home Staging richtet leere Räume ein; vorhandene Möbel entfernt es nicht.

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Eugen Görtz — Gründer & Geschäftsführer, ImmoStage
Verfasst von

Eugen Görtz

Gründer & Geschäftsführer, ImmoStage

Eugen Görtz ist Gründer von ImmoStage. Vor der Gründung war er über 10 Jahre als Abteilungsleiter in einem Industrieunternehmen tätig — mit Verantwortung für Prozessoptimierung, Teamführung und Digitalisierung. Diese operative Erfahrung fließt direkt in die Produktentwicklung von ImmoStage ein: pragmatische Lösungen, die im Makler-Alltag funktionieren.

10+ Jahre Abteilungsleiter in der IndustrieGründer von ImmoStage (2024)Fokus: KI-Staging für DACH-MaklerDSGVO & EU-Compliance
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Veröffentlicht: 2026-02-26
Lesezeit: 8 Min.