Auf einen Blick
Was ist Pedra?
Pedra wurde 2023 in Barcelona gegründet. Das Startup hat sich auf KI-gestütztes Virtual Staging für Immobilienmakler spezialisiert. Die Plattform läuft unter pedra.ai und ist primär auf spanisch- und englischsprachige Märkte ausgerichtet.
Das Kernprodukt: Sie laden ein Foto eines leeren Raums hoch, wählen einen Einrichtungsstil, und Pedras KI generiert ein möbliertes Ergebnis. Dazu kommen Features wie Raumtypenerkennung, Stilvorlagen, ein „Möbel beibehalten"-Modus und seit Kurzem eine Grundriss-Funktion. Der Einstiegspreis liegt bei €29 pro Monat für bis zu 100 gestagte Bilder. Eine kostenlose Testversion ist verfügbar.
Im internationalen Markt ist Pedra gut etabliert. Für Makler in Deutschland, Österreich und der Schweiz zeigen sich drei Reibungspunkte, die in keiner der englischsprachigen Vergleichsseiten behandelt werden.
Stärken von Pedra — was wirklich gut funktioniert
Fairness zuerst. Pedra hat echte technische Stärken.
Die Ergebnisqualität ist solide. Pedra nutzt neuere Bildgenerierungsmodelle und liefert in der Regel fotorealistische Ergebnisse — ohne die mehrstufigen Coin-Systeme mancher US-Wettbewerber. Der Preis ist transparent: €29/Monat für bis zu 100 Bilder, €59/Monat für 200 Bilder. Keine Staffelung, keine Überraschungen beim Checkout.
Das Featureset geht über reines Staging hinaus. Pedra bietet Item Removal (Möbel aus bereits eingerichteten Räumen entfernen), einen "Renovierungs"-Modus für Fassaden, Stilvorlagen für verschiedene Einrichtungsstile und seit 2024 eine Grundriss-Visualisierungsfunktion. Für internationale Makler, die kein deutsches Exposé brauchen, ist Pedra eine effiziente Lösung.
Aber Stärken im internationalen Markt bedeuten nicht automatisch Eignung für den DACH-Markt. Die Daten zeigen die Lücken.
DSGVO-Check: Was DACH-Makler wissen müssen
Pedra hat seinen Firmensitz in Barcelona, Spanien. Das bedeutet: Pedra ist ein EU-Unternehmen. Datentransfers innerhalb der EU sind grundsätzlich DSGVO-konform — das ist ein echter Vorteil gegenüber US- oder israelischen Anbietern.
Die Empfehlung: Vor der Nutzung direkt beim Pedra-Support anfragen, ob ein AVV auf Anfrage erhältlich ist. Spanisch oder Englisch — das liegt an Ihnen, zu prüfen, ob er den Anforderungen nach Art. 28 DSGVO genügt.
Ein weiterer Punkt: Laut dem deutschen Immobilien-Fachportal inno-brain.de müssen KI-generierte Staging-Bilder in deutschen Inseraten als „virtuell möbliert" gekennzeichnet sein. Eine rein englisch- oder spanischsprachige Plattform gibt Ihnen diesen Hinweis nicht automatisch.
Der DACH-Workflow-Gap: Was für deutsche Makler fehlt
Pedra ist ein Staging-Tool. Gut gemacht — aber ein Single-Purpose-Tool. Der Alltag eines deutschen Maklers besteht aus mehr als einem Staging-Bild.




