Home Staging Versicherung: Was Eigentümer & Makler wissen müssen
Home Staging Versicherung: 5 Risiken für Möbel & Haftung – was Eigentümer und Makler wissen müssen


Eugen Görtz · Gründer ImmoStage
Veröffentlicht am 15. Mai 2026 · Lesedauer ~4 Min.
Über 200 deutsche Maklerinnen und Makler nutzen ImmoStage. Eugen schreibt über die Realitäten des Immobilien-Marketings im DACH-Raum.
home staging versicherung
Home Staging hat sich in den letzten Jahren als fester Bestandteil der Immobilienvermarktung etabliert. Durch professionelle Inszenierung werden Immobilien ansprechender präsentiert, was laut der RESA – Real Estate Staging Association, Quarterly Research Report Q3 2025 zu einem durchschnittlichen Verkaufspreis von 109 % des Angebotspreises führt. Doch neben den offensichtlichen Vorteilen gibt es auch Risiken, die Eigentümer und Makler kennen sollten. Eine passende Versicherung kann hier vor finanziellen Schäden schützen.
Welche Risiken bestehen beim Home Staging ohne Versicherung
Beim Home Staging werden Möbel, Dekoration und manchmal auch bauliche Veränderungen vorgenommen, um eine Immobilie optimal zu präsentieren. Diese Maßnahmen können verschiedene Risiken mit sich bringen, die ohne entsprechenden Versicherungsschutz schnell kostspielig werden können.
Ein wesentliches Risiko besteht in der Beschädigung des Eigentums. Transport und Aufbau von Möbeln können zu Kratzern an Böden, Wänden oder Türen führen. Auch Wasser- oder Brandschäden durch defekte Elektrogeräte der Staging-Ausstattung sind nicht auszuschließen. Ohne Versicherung müssen Eigentümer diese Schäden selbst tragen. Je nach Umfang können mehrere Tausend Euro zusammenkommen.
Ein weiterer Aspekt betrifft die Haftung gegenüber Dritten. Wenn während des Home Staging Besucher die Immobilie besichtigen und dabei zu Schaden kommen, kann der Eigentümer haftbar gemacht werden. Das gilt besonders, wenn Möbel oder Dekorationselemente nicht sicher aufgestellt wurden. Laut NAR – National Association of Realtors, Profile of Home Staging 2025 geben 83 % der Käufer-Makler in den USA an, dass die Inszenierung eines Hauses es Käufern leichter macht, es sich als zukünftiges Zuhause vorzustellen. Diese häufigen Besichtigungen erhöhen auch das Risiko von Unfällen.
Zusätzlich können Probleme mit der Einrichtung selbst auftreten. Geliehene oder gemietete Möbel können verloren gehen, beschädigt werden oder nicht rechtzeitig zurückgegeben werden. Auch hierdurch entstehende Kosten müssen ohne Versicherungsschutz vom Eigentümer oder vom Staging-Unternehmen getragen werden.
Versicherungsschutz für Eigentümer: Diese Optionen gibt es
Für Eigentümer, die ihr Home Staging professionell durchführen lassen möchten, gibt es verschiedene Versicherungsoptionen, die je nach Situation sinnvoll sein können.
Die klassische Hausratversicherung bietet oft nur begrenzten Schutz für fremde Gegenstände in der Wohnung. Wenn das Staging-Unternehmen eigene Möbel verwendet, sind diese in der Regel nicht über die Hausratversicherung des Eigentümers abgedeckt. Eine Erweiterung der Police oder eine separate Inventarversicherung kann hier Abhilfe schaffen.
Viele professionelle Staging-Unternehmen verfügen über eigene Betriebshaftpflichtversicherungen, die Schäden an der Immobilie oder Dritten während ihrer Arbeit abdecken. Eigentümer sollten vor Beauftragung unbedingt nachfragen, welcher Versicherungsschutz besteht und ob dieser ausreichend ist. Eine Kopie der Versicherungsbestätigung kann sinnvoll sein.
Für umfangreichere Staging-Maßnahmen kann eine separate Staging-Versicherung sinnvoll sein. Diese speziellen Policen decken typischerweise Beschädigungen an der Immobilie durch die Staging-Ausstattung, Diebstahl oder Beschädigung der Einrichtungsgegenstände sowie Haftungsansprüche Dritter ab. Die Prämien richten sich nach dem Wert der Einrichtung und dem Umfang der Maßnahmen.
Eine weitere Option ist die Erweiterung der bestehenden Wohngebäudeversicherung. Einige Versicherer bieten Zusatzbausteine für temporäre Einrichtungen oder Renovierungsarbeiten an, die auch auf Home Staging anwendbar sein können. Eigentümer sollten ihren Versicherer direkt fragen, welche Möglichkeiten bestehen.
Haftungsfragen für Makler und Immobilienprofis
Makler und andere Immobilienprofis, die Home Staging empfehlen oder organisieren, sollten sich ebenfalls über die Haftungsfragen im Klaren sein. Obwohl sie selbst meist nicht für die Durchführung verantwortlich sind, können sie in bestimmten Situationen in die Haftung genommen werden.
Wenn ein Makler ein Staging-Unternehmen explizit empfiehlt, entsteht eine gewisse Sorgfaltspflicht. Kommt es zu Schäden, könnte dem Makler vorgeworfen werden, er hätte auf einen ausreichenden Versicherungsschutz hinweisen müssen. Eine Dokumentation der Empfehlung kann hier als Nachweis dienen.
Nach § 656c BGB darf ein Makler beim Verkauf von Wohnimmobilien beide Seiten nur dann zur Kasse bitten, wenn Käufer und Verkäufer jeweils denselben Betrag zahlen. Diese Regelung betrifft zwar primär die Courtage, zeigt aber, dass Makler genau auf die rechtlichen Rahmenbedingungen achten müssen. Auch bei der Vermittlung von Staging-Dienstleistungen sollten Makler transparent kommunizieren.
Makler sollten daher in ihren Verträgen oder AGB klarstellen, dass sie für Schäden durch Home Staging nicht haften, sofern sie nur vermittelt haben. Eine eigene Berufshaftpflichtversicherung sollte vorhanden sein und idealerweise auch Fälle im Zusammenhang mit Staging-Dienstleistungen abdecken.
Für Immobilienprofis, die selbst Staging-Leistungen anbieten, gelten die gleichen Anforderungen wie für spezialisierte Unternehmen. Eine Betriebshaftpflichtversicherung ist unerlässlich, und auch der Abschluss einer Gewerbehaftpflicht sollte in Betracht gezogen werden.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Home Staging erhebliche Vorteile bei der Immobilienvermarktung bieten kann. Die durchschnittliche Verkaufszeit von 19 Tagen bei professionell inszenierten Immobilien, wie in Branchenberichten als internationaler Benchmark genannt, zeigt das Potenzial. Doch die Risiken sollten nicht unterschätzt werden. Eine sorgfältige Prüfung des Versicherungsschutzes für alle Beteiligten, Eigentümer, Staging-Unternehmen und Makler, ist empfehlenswert, um finanzielle Überraschungen zu vermeiden.
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