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Exposé Muster für Immobilien — kostenlose Vorlage und Beispiele

Kostenlose Immobilien Exposé Muster als editierbare Word- und PDF-Vorlagen. 3 Varianten für Haus, Wohnung & Grundstück, 7 Praxisbeispiele und alle rechtlichen Pflichtangaben. Jetzt downloaden.

Exposé Muster für Immobilien — kostenlose Vorlage und Beispiele
Eugen Görtz

Eugen Görtz · Gründer ImmoStage

Veröffentlicht am 15. Mai 2026 · Lesedauer ~7 Min.

Über 200 deutsche Maklerinnen und Makler nutzen ImmoStage. Eugen schreibt über die Realitäten des Immobilien-Marketings im DACH-Raum.

Ein professionelles Exposé-Muster spart Zeit und stellt Ihre Immobilie ins beste Licht. Sie müssen nicht bei null anfangen. Ein klarer Aufbau, vollständige Angaben und gute Fotos entscheiden, ob jemand einen Besichtigungstermin bucht oder weiterklickt. Wir zeigen, welche Elemente in jedes Exposé gehören, welche Pflichtangaben das Gesetz verlangt und wo Sie kostenlose Word- und PDF-Vorlagen finden, die Sie sofort anpassen können.

Kostenlose Exposé-Muster als Word- und PDF-Download – sofort editierbar

Sie verkaufen privat und brauchen ein Exposé, das Lust auf mehr macht. Dafür müssen Sie kein Design-Profi sein. Im Netz gibt’s zahlreiche kostenlose Muster, die Sie nur noch mit Ihren Daten füllen.

Eine Word-Vorlage ist praktisch, weil Sie Texte und Tabellen frei bearbeiten, eigene Fotos einfügen und das Layout anpassen können. Eine PDF-Vorlage eignet sich, wenn Sie ein druckfertiges Dokument wollen, das auf jedem Gerät gleich aussieht. Viele Anbieter stellen beide Formate bereit, meist mit einem modernen Design und Platzhaltern für Ihre Angaben.

Ein typisches Muster enthält diese Abschnitte:

  • Deckblatt mit Titelbild und Adresse
  • Kurzbeschreibung mit den wichtigsten Highlights
  • Objektdetails: Wohnfläche, Zimmer, Baujahr, Ausstattung
  • Grundriss und Lageplan (als Platzhalter zum Einfügen)
  • Energieausweis und Verbrauchskennwerte
  • Preisangabe und ggf. Provisionshinweis
  • Kontaktdaten des Anbieters

Achten Sie darauf, dass die Vorlage keine gesperrten Felder hat. Bei Word-Dokumenten sollten Sie Kopf- und Fußzeilen, Farben und Schriftarten ändern können. So passt das Exposé zu Ihrem Stil oder zum Corporate Design eines Maklers.

Passen Sie die Texte immer an Ihre Immobilie an. Floskeln wie „gehobene Ausstattung“ wirken beliebig. Besser sind konkrete Details: Echtholzparkett im Wohnzimmer (Eiche geölt), Fußbodenheizung mit Einzelraumregelung, elektrische Rollläden mit Zeitschaltuhr. Solche Angaben schaffen Vertrauen. Sie geben Interessenten das Gefühl, die Immobilie schon zu kennen.

Spezifische Vorlagen für Wohnung, Haus und Grundstück

Nicht jedes Muster passt für jede Immobilie. Eine Eigentumswohnung lebt von anderen Argumenten als ein Einfamilienhaus oder ein Baugrundstück. Nutzen Sie deshalb Vorlagen, die genau die Informationen abfragen, die für Ihre Immobilienart wichtig sind.

Wohnung. Bei einer Eigentumswohnung zählen Aufteilung, Lage im Haus (Etage, Ausrichtung), Baujahr, Hausgeld und Ausstattung. Wichtige Punkte: barrierefreier Zugang, Aufzug, Balkon oder Dachterrasse, Kellerabteil, Tiefgaragenstellplatz. Auch die WEG-Verwaltung und anstehende Modernisierungen können kaufentscheidend sein. Spezielle Wohnungsvorlagen enthalten oft eine Tabelle für die monatlichen Nebenkosten, eine Übersicht über Gemeinschaftsflächen und einen Hinweis auf die Miteigentumsanteile.

Haus. Ein Ein- oder Mehrfamilienhaus braucht eine ausführlichere Darstellung. Neben Wohn- und Nutzfläche gehören Grundstücksgröße, Bebauungsplan, Bauweise (massiv, Fertighaus, Holzständer), Dachform, Anbauten und Heiztechnik dazu. Viele Haus-Vorlagen bieten Platz für eine Baubeschreibung, Angaben zum Zustand von Dach, Fassade und Fenstern sowie eine Übersicht über Garten, Terrasse oder Carport. Wenn ein Energieausweis nötig ist, gehört das Energielabel direkt ins Exposé. So können Interessenten die laufenden Kosten einschätzen.

Grundstück. Bei einem unbebauten Grundstück stehen Quadratmeterpreis, Lage, Erschließungsstatus und baurechtliche Vorgaben im Mittelpunkt. Ein Grundstücks-Muster sollte Felder enthalten für die Nutzungsart (Wohngebiet, Mischgebiet), die Bebaubarkeit nach § 34 BauGB oder B-Plan, den Bodenrichtwert und die Anschlüsse an Strom, Wasser, Abwasser und Telekommunikation. Auch ein Auszug aus dem Baulastenverzeichnis oder ein Hinweis zu Altlasten kann nötig sein. Geben Sie immer an, ob das Grundstück provisionsfrei verkauft wird und ob Notar- und Grunderwerbsteuer zusätzlich anfallen.

Mit einer passenden Vorlage vergessen Sie keine wichtigen Details und zeigen dem Käufer, dass Sie sich mit dem Objekt auskennen.

Rechtliche Pflichtangaben im Exposé – das müssen Sie beachten

Ein Immobilienexposé ist kein reines Werbemittel. Es unterliegt gesetzlichen Vorgaben. Halten Sie diese ein, vermeiden Sie Abmahnungen und verkaufen rechtssicher. Fehlen Pflichtangaben, kann das teuer werden und das Vertrauen der Interessenten beschädigen.

Energieausweis. Nach der Energieeinsparverordnung (EnEV) müssen Sie schon in der Anzeige Angaben zum Energieausweis machen. Im Exposé sind die Art des Ausweises (Verbrauchs- oder Bedarfsausweis), der Endenergieverbrauch oder -bedarf in kWh/(m²·a), die wesentlichen Energieträger (z. B. Gas, Fernwärme, Wärmepumpe) und die Energieeffizienzklasse (A+ bis H) anzugeben. Fehlt der Ausweis, droht ein Bußgeld von bis zu 15.000 Euro.

Anbieterkennzeichnung und Impressum. Auch für ein privates Exposé, das Sie auf einem Portal oder per E-Mail verschicken, kann eine Anbieterkennzeichnung nach § 5 TMG nötig sein. Als gewerblicher Makler brauchen Sie ein vollständiges Impressum mit Name, Adresse, Telefonnummer, E-Mail und ggf. Umsatzsteuer-ID. Bei Privatverkäufen reicht manchmal eine einfachere Kennzeichnung. Eine klare Absenderangabe ist aber immer empfehlenswert.

Maklerprovision und Bestellerprinzip. Seit dem Bestellerprinzip-Gesetz 2020 (§ 656c BGB) ist die Provisionsteilung gesetzlich geregelt. Ein Makler darf beide Parteien nur dann in Anspruch nehmen, wenn Käufer und Verkäufer jeweils denselben Betrag zahlen (gleiche Höhe, 50/50). Beauftragen Sie als Verkäufer einen Makler, muss der Käufer höchstens den gleichen Prozentsatz zahlen und erst dann, wenn Ihre Zahlungspflicht vollständig erfüllt ist (§ 656d BGB). Im Exposé müssen Sie auf die Provisionshöhe und den Zahlungsempfänger hinweisen. So sehen Interessenten sofort, welche Kosten auf sie zukommen.

Widerrufsrecht und Verbraucherinformation. Geht ein Verbraucher über das Exposé eine Vertragsbeziehung ein (z. B. einen Maklervertrag), müssen Sie eine Widerrufsbelehrung bereitstellen. Für Fernabsatzverträge gilt das gesetzliche Widerrufsrecht von 14 Tagen. Enthält Ihr Exposé ein Formular zur Beauftragung oder eine bindende Kontaktaufnahme, binden Sie die Muster-Widerrufsbelehrung nach Anlage 2 zu Art. 246a § 1 Abs. 2 Satz 2 EGBGB ein.

Grundriss und Flächenangaben. Ein Grundriss ist nicht gesetzlich vorgeschrieben, aber bei Wohnungen und Häusern Standard. Zeigen Sie einen Grundriss, muss er maßstabsgetreu sein. Sonst riskieren Sie eine Irreführung nach § 5 UWG. Gleiches gilt für die Quadratmeterzahl der Wohnfläche: Sie muss korrekt sein und im Zweifel mit der Teilungserklärung oder einem Gutachten übereinstimmen. Bei falschen Flächenangaben drohen Minderungsansprüche des Käufers.

Besondere Hinweise. Bei denkmalgeschützten Immobilien müssen Sie auf den Denkmalschutz hinweisen. Bei vermieteten Objekten gehören Mietvertragsdauer, Miethöhe und Kündigungsschutz ins Exposé. Bei einem Erbbaurecht sind Erbbauzins und Restlaufzeit anzugeben.

Berücksichtigen Sie diese Punkte schon in der Vorlage, sparen Sie sich späteren Ärger und zeigen, dass Sie professionell arbeiten. Ein rechtssicheres Exposé wirkt vertrauenswürdig und hilft beim Verkauf.

Insight: Mehr Wirkung mit der richtigen Strategie – so optimieren Sie jedes Exposé

Ein Muster ist nur der Rahmen. Die Wirkung entsteht im Detail. Mit ein paar gezielten Eingriffen verwandeln Sie ein Standard-Exposé in ein Dokument, das Interessenten nicht mehr aus der Hand legen. Die folgenden Strategien stammen aus der täglichen Praxis von Maklern und Privatverkäufern. Sie brauchen dafür kein Budget, nur ein waches Auge für den Käuferblick.

Die Kurzbeschreibung zum Türöffner machen

Der erste Textblock entscheidet, ob jemand weiterliest. Streichen Sie Füllwörter und Allgemeinplätze. Schreiben Sie stattdessen einen Satz, der die Zielgruppe direkt anspricht und das stärkste Gefühl der Immobilie einfängt. Ein Beispiel: „Hier frühstücken Sie auf der Ostterrasse, während die Morgensonne die Eichenparkettböden wärmt.“ Das ist konkret, emotional und sofort vorstellbar.

Weitere erprobte Einstiege:

  • Für eine Dachgeschosswohnung: „Über den Dächern von Hamburg – der Blick vom Wohnzimmer reicht bis zum Michel, und abends leuchten die Lichter des Hafens.“
  • Für ein Familienhaus: „Der Garten ist so tief, dass die Kinder ein Tipi aufstellen und Sie gleichzeitig Ihre Rosen schneiden können – ohne sich ins Gehege zu kommen.“
  • Für ein Baugrundstück: „Die Straße ist noch nicht asphaltiert, aber die Nachbarn haben schon Kirschbäume gepflanzt. Hier wächst eine echte Gemeinschaft.“

Vermeiden Sie Worthülsen wie „gepflegt“, „idyllisch“ oder „hochwertig“. Sie sagen nichts. Ersetzen Sie sie durch beobachtbare Fakten. Statt „gepflegtes Bad“ schreiben Sie: „Das Bad wurde 2022 saniert, die Wandfliesen sind großformatig und fugenarm, die Regendusche hat einen Thermostat.“ So entsteht ein inneres Bild.

Fotos und Grundrisse psychologisch anordnen

Die Reihenfolge der Bilder lenkt den Blick. Starten Sie mit der schönsten Außenaufnahme, die das Haus oder die Straßenfassade bei gutem Licht zeigt. Dann kommt das Wohnzimmer – es ist der emotionale Anker. Erst danach folgen Küche, Essbereich, Schlafzimmer, Kinderzimmer, Bad und Nebenräume. Der Grundriss gehört ans Ende der Bildstrecke, damit Interessenten nach dem visuellen Rundgang die Raumlogik prüfen können.

Ein Makler aus dem Münchner Westen packt den Grundriss bewusst auf Seite 2 des PDFs, direkt nach dem Deckblatt. Er sagt: „Wer den Schnitt sofort sieht, liest die Beschreibung viel aufmerksamer.“ Probieren Sie beide Varianten. Bei komplizierten Grundrissen mit vielen Winkeln hilft ein farbig markierter Plan: Wohnbereiche in warmem Gelb, Sanitär in Blau, Abstellflächen grau. Das kostet Sie zehn Minuten in einem einfachen Zeichenprogramm, wirkt aber sofort professionell.

Fügen Sie einen Lageplanausschnitt ein, der die Gehzeit zum nächsten Supermarkt, zur S-Bahn oder zur Kita zeigt. Sie können die Strecke mit einer gestrichelten Linie markieren und die Minutenangabe dazuschreiben. Das ist unschlagbar konkret.

Schwächen aktiv ansprechen und umdeuten

Jede Immobilie hat Punkte, die Käufer kritisch sehen. Ein Exposé darf diese nicht verschweigen. Besser: Sie greifen das Thema selbst auf und setzen es in einen neuen Rahmen. Ein Beispiel: Die Wohnung hat keinen Balkon. Schreiben Sie nicht „kein Balkon“. Schreiben Sie: „Statt Balkon erwartet Sie ein begrünter Innenhof, den Sie mit der Nachbarschaft teilen – mit festen Sitzgruppen und einem Sandkasten für kleine Kinder.“ Oder: „Die fehlende Außenfläche kompensiert der 200 Meter entfernte Stadtpark mit altem Baumbestand und Liegewiese.“ So drehen Sie den Fokus auf einen echten Vorteil.

Ein anderes Beispiel: Die Küche ist klein. Zeigen Sie auf dem Foto, wie ein schmaler Tisch an der Wand trotzdem Platz für zwei Personen bietet, und schreiben Sie: „Kompakte Küche mit cleverem Stauraum – die Kochplatte ist nur eine Armlänge vom Fensterbrett mit Basilikumtopf entfernt.“ Das klingt nach durchdachter Lösung, nicht nach Mangel.

Bei energetischen Schwächen hilft Transparenz. Liegt der Energieverbrauchskennwert bei 180 kWh/(m²·a), nennen Sie ihn und rechnen Sie direkt vor: „Das entspricht bei aktuellen Gaspreisen rund 1.800 Euro Heizkosten im Jahr. Eine Dämmung des Dachbodens könnte den Wert auf etwa 130 senken – das Material kostet im Baumarkt weniger als 500 Euro.“ So zeigen Sie Lösungswege, ohne zu beschönigen.

Die Sprache an die Zielgruppe anpassen

Ein Kapitalanleger liest ein Exposé anders als eine junge Familie. Trennen Sie Ihre Vorlagen nach Zielgruppen und passen Sie die Wortwahl an.

Für Kapitalanleger stehen Zahlen im Vordergrund. Listen Sie die Jahresnettokaltmiete, die nicht umlagefähigen Nebenkosten, die Instandhaltungsrücklage und die Mietentwicklung der letzten fünf Jahre auf (geschätzt, wenn Sie die Daten haben). Ein Satz wie „Die Wohnung ist seit zwölf Jahren durchgehend vermietet, die Mieterin ist Beamtin und möchte bleiben“ gibt Sicherheit.

Für Familien rücken Kita, Schule und Verkehrsanbindung in den Fokus. Nennen Sie die Gehminuten zur nächsten Grundschule und schreiben Sie: „Die Schulwegampel ist seit 2023 mit einer Bedarfsdrucktaste ausgestattet.“ Das klingt banal, beruhigt Eltern aber enorm. Erwähnen Sie, ob der Garten nach Süden liegt, ob ein Zaun vorhanden ist und ob die Straße eine Spielstraße ist. Solche Details finden Sie nicht in einer Standardvorlage – Sie müssen sie vor Ort recherchieren.

Für Paare im besten Alter ohne Kinder sind eine große Küche, ein separates Arbeitszimmer und ein Restaurant in Laufweite entscheidend. Schreiben Sie: „Das italienische Lokal an der Ecke hat bis 23 Uhr geöffnet, der Weinladen nebenan verkauft auch am Sonntag.“ Das zeigt, dass Sie die Lebenswirklichkeit der Käufer verstehen.

Den Energieausweis als Verkaufsargument nutzen

Die meisten Makler behandeln den Energieausweis als lästige Pflicht. Dabei ist er ein starkes Instrument, wenn Sie ihn aktiv erklären. Fügen Sie eine kleine Tabelle ein, die den Verbrauch in Euro pro Monat umrechnet. Zeigen Sie die Energieeffizienzklasse als farbigen Balken und schreiben Sie dazu: „Klasse C bedeutet: Sie zahlen monatlich etwa 120 Euro für Heizung und Warmwasser – weniger als bei zwei Dritteln der vergleichbaren Wohnungen in diesem Stadtteil.“ Das schafft Orientierung.

Wenn ein neuer Ausweis vorliegt, kopieren Sie die Seite mit den Modernisierungsempfehlungen ins Exposé. Markieren Sie die zwei günstigsten Maßnahmen mit einem Pfeil und schreiben Sie: „Mit einem 200-Euro-Thermostatventil-Set sparen Sie sechs Prozent Heizenergie.“ So wird aus der Pflichtangabe ein Service.

Schritt-für-Schritt: So befüllen Sie Ihre Vorlage in 30 Minuten

Viele Verkäufer schieben das Exposé vor sich her, weil sie nicht wissen, wo sie anfangen sollen. Dieser Ablaufplan hilft:

  1. Laden Sie eine Word-Vorlage für Ihre Immobilienart herunter. Öffnen Sie sie und speichern Sie sie unter neuem Namen.
  2. Tragen Sie zuerst alle harten Fakten ein: Adresse, Wohnfläche, Zimmeranzahl, Baujahr, Grundstücksgröße, Energieausweisdaten. Diese Angaben ziehen Sie aus dem Kaufvertrag, der Teilungserklärung oder dem Energieausweis.
  3. Schreiben Sie die Kurzbeschreibung. Nutzen Sie dafür die Drei-Satz-Regel: Satz 1 nennt die Zielgruppe und den Hauptvorteil. Satz 2 beschreibt ein besonderes Detail. Satz 3 endet mit einer Einladung zur Besichtigung.
  4. Fügen Sie die Fotos in der empfohlenen Reihenfolge ein. Verkleinern Sie große Bilddateien vorher, damit das PDF nicht zu schwer wird (unter 5 MB ist ideal). Ein kostenloses Tool wie IrfanView oder die Bordmittel von Windows reichen.
  5. Ergänzen Sie den Grundriss und den Lageplan. Scannen Sie notfalls eine Handskizze und fügen Sie sie als Platzhalter ein – besser ein ungefährer Plan als gar keiner.
  6. Prüfen Sie die Pflichtangaben. Gehen Sie die Checkliste aus dem Rechtsteil durch und haken Sie jeden Punkt ab.
  7. Lassen Sie das Exposé von einer Person lesen, die die Immobilie nicht kennt. Sie merkt sofort, wo eine Angabe unklar bleibt.

Diese Routine spart Zeit und sorgt für ein durchgängig hohes Niveau aller Unterlagen.

Aus der Praxis: Was Käufer wirklich lesen

Erfahrene Makler wissen: Die meisten Interessenten überfliegen das Exposé in 20 Sekunden. Sie lesen die fett gedruckten Zahlen, schauen auf die ersten drei Fotos und prüfen den Preis. Alles andere muss so knapp sein, dass es in dieser Zeit erfasst wird. Deshalb: Setzen Sie Quadratmeterpreis und Kaufpreis fett und in großer Schrift auf Seite 1. Wiederholen Sie die Zimmeranzahl und das Baujahr in einer Bullet-Liste, die das Auge sofort findet.

Ein oft gemachter Fehler ist die versteckte Provisionsangabe. Schreiben Sie nicht klein ans Ende: „Provision: 3,57 % inkl. MwSt.“ Platzieren Sie den Hinweis direkt unter dem Kaufpreis. Das vermeidet Misstrauen und zeigt, dass Sie sauber arbeiten.

Ein weiterer Tipp: Verlinken Sie einen virtuellen Rundgang oder ein Drohnenvideo per QR-Code. Den Code generieren Sie kostenlos im Browser. Kleben Sie ihn aufs Deckblatt. Wer scannt, sieht die Immobilie aus der Luft oder spaziert digital durch die Räume. Das reduziert sinnlose Besichtigungen und filtert echte Interessenten heraus.

Den richtigen Ton treffen

Verkäufer neigen zu Superlativen. Streichen Sie „luxuriös“ und „exklusiv“. Sie lösen bei kritischen Käufern Abwehr aus. Bleiben Sie sachlich, aber warm. Ein Satz wie „Das Wohnzimmer hat drei bodentiefe Fenster nach Südwesten, die um 16 Uhr das ganze Parkett in goldenes Licht tauchen“ ist präzise und emotional zugleich. Er funktioniert, weil er eine Beobachtung beschreibt, keine Behauptung aufstellt.

Vermeiden Sie das Wort „Objekt“. Sprechen Sie von der Wohnung, dem Haus, dem Grundstück. Das klingt persönlicher. Schreiben Sie „Ihr neues Zuhause“ oder „Ihr Baugrund“, wenn Sie die Zielgruppe direkt ansprechen.

Und noch eine letzte Empfehlung: Legen Sie zwei Versionen an. Eine kurze für Portale wie ImmobilienScout24, die nur die ersten zehn Zeilen zeigt, und eine ausführliche für den Versand per E-Mail. Die kurze Version enthält den Teaser, die drei wichtigsten Fakten und den Preis. Die lange Version ist das vollständige Exposé mit allen Details. So bedienen Sie beide Lesegewohnheiten.

Mit diesen Strategien wird Ihr Exposé nicht nur eine Vorlage sein, die Sie ausgefüllt haben. Es wird ein aktives Verkaufsinstrument, das die richtigen Fragen beantwortet, bevor sie gestellt werden. Und es zeigt: Sie kennen Ihre Immobilie so gut, dass jeder Interessent das Gefühl hat, bei Ihnen in guten Händen zu sein.

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Häufig gestellte Fragen

Ein rechtssicheres Exposé muss mindestens Angaben zu Energieausweis (Art, Kennwert, Baujahr), Grundbuchstand, Wohnfläche, Baujahr, Anzahl der Zimmer, Kaufpreis, Nebenkosten und eine Widerrufsbelehrung enthalten. Bei vermieteten Objekten sind Mietvertragsdetails erforderlich. Fehlen diese Angaben, riskieren Sie Abmahnungen oder Schadensersatzforderungen.
Ja, als Privatverkäufer dürfen Sie Ihr Exposé selbst gestalten. Mit einer professionellen Vorlage sparen Sie Zeit und vermeiden Fehler. Achten Sie auf vollständige Pflichtangaben und ansprechende Fotos. Ein digital erstelltes Exposé als PDF können Sie direkt an Interessenten versenden oder auf Immobilienportalen hochladen.
Ja, auf dieser Seite finden Sie drei kostenlose, editierbare Word-Vorlagen, die speziell für Privatverkäufer entwickelt wurden. Sie enthalten alle rechtlich notwendigen Felder und lassen sich mit Ihren eigenen Daten, Bildern und Texten anpassen. Auch eine PDF-Version ist verfügbar.
Ein Haus-Exposé betont Grundstücksgröße, Garten, Stellplätze und Bauweise, während ein Wohnungs-Exposé den Fokus auf die Raumaufteilung, den Balkon, die Hausverwaltung und die monatlichen Nebenkosten legt. Unsere spezifischen Muster berücksichtigen diese Unterschiede mit passenden Gliederungen und Textvorschlägen.
Erfahrungsgemäß erzielen Exposés mit 15–25 professionellen Aufnahmen die meisten Anfragen. Zeigen Sie jedes Zimmer aus mindestens zwei Perspektiven, dazu Außenansichten, Grundriss und besondere Details. Virtuelles Staging kann leere Räume einrichten und die Vorstellungskraft der Käufer unterstützen – das steigert die Verweildauer und die Zahl der Kontaktanfragen.

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