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Hochformat-Video

Immobilien-Reel erstellen 15–30 Sekunden, 9:16, mehr Reichweite

So bauen Sie ein Reel, das Käufer in den ersten drei Sekunden hält: Hook, 5–7 Szenen, schnelle Schnitte, klare Captions. Für Instagram, TikTok und YouTube Shorts.

15–30 Sek.
optimale Reel-Länge
Quelle: Meta Creators Playbook 2025
9:16
Hochformat-Ratio Pflicht
Quelle: Instagram & TikTok Specs 2025
+150 %
Reichweite vs. Foto-Post
Quelle: Hootsuite Social Trends 2025

Was ist ein Immobilien-Reel?

Ein Reel ist ein vertikales Kurzvideo zwischen 15 und 90 Sekunden. Hochformat 9:16, schneller Schnitt, Musik im Hintergrund, kurze Texteinblendungen. Für Immobilien gilt die kürzere Variante: 15 bis 30 Sekunden reichen, um ein Objekt zu zeigen, ohne dass der Daumen weiterscrollt.

Der Aufbau ist immer derselbe — drei Phasen, eine Botschaft pro Phase.

  • Hook (0–3 Sekunden): Das stärkste Bild der Immobilie. Pool, Penthouse-Blick, Altbau-Stuck, Designerküche — was auch immer den Scroll stoppt.
  • Body (3–25 Sekunden): 5 bis 7 Szenen, je 1–2 Sekunden. Außen, Eingang, Wohn-, Schlaf-, Bad-, Küchenbereich, Highlight.
  • CTA (letzte 2–3 Sekunden): "Mehr im Profil", "Link in Bio" oder Maklertelefon. Klar, eine Aktion.
Warum 9:16 nicht verhandelbar ist
Instagram, TikTok und YouTube Shorts spielen Reels im Vollbild ab. Wer 16:9 hochlädt, sieht zwei schwarze Balken über und unter dem Video — ein klares Signal, dass das Reel nicht für die Plattform produziert wurde. Reichweite fällt sofort.

Hook-Beispiele für Immobilien

Die ersten drei Sekunden entscheiden alles. Laut den Sichtbarkeitsdaten von Meta brechen mehr als 60 % aller Nutzer ein Reel innerhalb der ersten 3 Sekunden ab, wenn das Eröffnungsbild nicht zieht. Das gilt auch für Immobilien.

Diese fünf Hook-Muster funktionieren im DACH-Markt:

Hook 1 — Reveal

Tür öffnet sich

Aufnahme von der Eingangstür innen, Hand öffnet die Tür langsam, der Blick fällt in den hellsten Raum. Spannung durch Verzögerung.

Hook 2 — Zahl

"180 m² in München für 1.290 €"

Caption als großer Text-Layer auf einem Wide-Shot. Konkrete Zahl, konkrete Stadt, konkrete Miete. Funktioniert bei allem, was unter Marktpreis liegt.

Hook 3 — Aussicht

Fenster mit Skyline

Ein Schwenk vom Boden hoch zum Fenster, dahinter die Skyline. Der visuelle Wow-Moment kommt in Sekunde 1. Penthouse, Hochhaus, Hanglage.

Hook 4 — Vorher/Nachher

Leerer Raum → gestagter Raum

Erste Szene: leerer Raum. Schneller Cut. Gleicher Raum, virtuell möbliert. Der Kontrast zieht den Blick — perfekt für Off-Plan und Erstvermietung.

Hook 5 — Detail

Designer-Detail extrem nah

Makro-Aufnahme eines Details: Marmorkante, Stuck, Holzboden, Designer-Wasserhahn. Auflösung kommt in Sekunde 2 mit einem Pull-Out auf den ganzen Raum. Funktioniert bei Premium-Objekten und Architektenhäusern.

Vertikales Hochformat-Reel einer modernen Wohnung auf einem Smartphone-Display

5–7 Szenen Storyboard — der Standard-Aufbau

Ein Storyboard ist keine Pflicht, aber jeder Reel-Macher, der in der Praxis Reichweite erzeugt, plant die Szenen vorher. Bei 20 Sekunden Laufzeit und 6 Szenen bleiben rund 3 Sekunden pro Szene — kein Raum für Improvisation am Set.

Diese Reihenfolge funktioniert für 80 % aller Wohnobjekte:

  1. Hook (3 Sek.): Stärkstes Bild — siehe oben, fünf Muster.
  2. Außenansicht (2 Sek.): Fassade, Hausnummer, Lage. Schafft Kontext.
  3. Eingang / Flur (2 Sek.): Erste Innenaufnahme, "wir treten ein".
  4. Wohnzimmer / Hauptraum (3–4 Sek.): Das Herzstück, weitere Schwenks erlaubt.
  5. Küche (2–3 Sek.): Detail-Shots — Insel, Backofen, Lichtleiste.
  6. Schlafzimmer / Bad (3 Sek.): Privatbereich, Detail-Aufnahmen.
  7. Highlight + CTA (2–3 Sek.): Balkon, Garten, Dachterrasse — und der Call-to-Action als Caption.
Storyboard mit sechs vertikalen Szenen-Frames für ein Immobilien-Reel
Faustregel für die Schnittfrequenz
Mindestens ein harter Schnitt alle 2 Sekunden. Bei einem 20-Sekunden-Reel sind das 10 oder mehr Cuts. Wer länger als 3 Sekunden auf einer Einstellung bleibt, verliert messbar Watch-Time. Daten von Meta zeigen: kurze Cuts halten den Daumen am Bildschirm.

Apps: CapCut, InShot oder KI-generiert

Drei realistische Optionen für Makler. Jede mit anderem Kompromiss zwischen Zeit und Kontrolle.

AppPreisLernkurveStärkeSchwäche
CapCutKostenlos / Pro 7,99 €/MoMittel — 2–3 ReelsProfi-Effekte, Auto-Captions, riesige MusikbibliothekTikTok-Eigentümer ByteDance — DSGVO-Bedenken bei sensiblen Inhalten
InShotKostenlos / Pro 14,99 €/JahrNiedrig — erste 30 Min.Einfaches UI, schnelle Schnitte, Wasserzeichen-Entfernung günstigWeniger Effekte, kleinere Musikbibliothek
ImmoStage (KI)Im Pro-Plan (199 €/Mo)Keine — Foto hoch, Video rausAus Fotos generiert, virtuelles Staging integriert, DSGVO-konformStandard-Schnittmuster — kein freies Editing
Drei Smartphones mit verschiedenen Video-Editing-Apps für Immobilien-Reels

Faustregel: CapCut für Makler, die selbst schneiden wollen und einen eigenen Stil entwickeln. InShot für die ersten Reels — die Lernkurve ist flach. ImmoStage, wenn das Objekt leer steht oder Sie keine Lust auf Schnittarbeit haben — die KI baut den Walkthrough automatisch und exportiert das 9:16-Reel direkt.

Plattform-Specs: IG-Reels, TikTok, YouTube Shorts

Jede Plattform hat eigene Limits. Das Schöne: Die Kernspezifikation — 9:16, MP4, H.264 — gilt überall. Unterschiede gibt es bei Länge, Dateigröße und Tonqualität.

PlattformMax. LängeAuflösungMax. DateigrößeAudio
Instagram Reels90 Sek. (Sweet Spot 15–30)1080×19204 GBAAC, 44,1 kHz
TikTok10 Min. (Sweet Spot 21–34)1080×1920500 MB (Web), 287 MB (App)AAC, 44,1 kHz
YouTube Shorts60 Sek.1080×1920256 GBAAC, 48 kHz

Eine einzige Datei reicht. Wer ein 30-Sekunden-Reel in 1080×1920 als MP4 exportiert, kann dieselbe Datei auf alle drei Plattformen hochladen — ohne erneutes Encoding. ImmoScout24 akzeptiert die Datei zusätzlich als Video-Tag im Inserat (16:9 wäre dort optimal, aber 9:16 wird ebenfalls angezeigt).

Watch-Time entscheidet, nicht Followerzahl
Der Algorithmus aller drei Plattformen rankt Reels nach Watch-Time und Wiederholungen, nicht nach Likes. Ein 20-Sekunden-Reel, das Nutzer komplett ansehen und einmal wiederholen, schlägt einen 60-Sekunden-Clip mit 30 % Drop-off. Lieber kurz und stark als lang und mittelmäßig.

Musik und DSGVO — was Makler beachten müssen

Musik: Plattform-Bibliothek nutzen

Innerhalb der jeweiligen App (Instagram, TikTok, CapCut) ist die Musikbibliothek für Business-Konten lizenzkonform nutzbar. Wer Musik aus Spotify oder YouTube extrahiert, riskiert Stummschaltung oder Sperrung des Reels — und im Extremfall eine GEMA-Forderung. Die Faustregel: nutzen Sie ausschließlich die Sounds aus der jeweiligen Plattform-Bibliothek oder lizenzfreie Quellen wie Epidemic Sound oder Artlist (kostenpflichtig, aber sicher).

DSGVO: Personen und Hausnummern unkenntlich machen

Drei Risiken bei Immobilien-Reels:

  • Personen im Bild: Mieter, Nachbarn, Passanten — alle benötigen Einwilligung. Lieber leere Räume filmen oder Personen herausschneiden.
  • Hausnummer und Klingelschilder: Klingelschilder mit Namen sind personenbezogene Daten. Verpixeln oder anderen Bildausschnitt wählen.
  • Inneneinrichtung des Mieters: Bei vermieteten Objekten ist der Mieter Eigentümer der Möbel und Bilder. Ohne schriftliche Erlaubnis nicht filmen.
Captions auf Deutsch — und mit Untertiteln
80 % aller Reels werden ohne Ton angesehen. Captions sind Pflicht. Auto-Captions in CapCut und InShot funktionieren auf Deutsch zuverlässig — kurz prüfen, insbesondere bei Fachbegriffen wie "Stuck", "Maisonette" oder "Erbpacht".

Häufige Fragen zum Immobilien-Reel erstellen

15 bis 30 Sekunden. Kürzer wirkt unvollständig, länger erzeugt Drop-off. Der Sweet Spot von Instagram und TikTok für Immobilien liegt bei 20 bis 25 Sekunden — lang genug für 5 bis 7 Szenen, kurz genug für hohe Watch-Time.
Hochformat 9:16, Auflösung 1080×1920 Pixel, MP4 mit H.264-Codec. Diese Spezifikation gilt für Instagram Reels, TikTok und YouTube Shorts gleichermaßen — eine Datei für alle drei Plattformen.
Für eigene Schnitte: CapCut (kostenlos, viele Effekte, Auto-Captions auf Deutsch). Für maximalen Komfort: ImmoStage generiert das Reel direkt aus Ihren Immobilienfotos — ohne manuelles Schneiden, inklusive virtuellem Staging und 9:16-Export.
Nein. Nutzen Sie ausschließlich die Musikbibliothek der jeweiligen Plattform (Instagram, TikTok, CapCut) oder lizenzfreie Anbieter wie Epidemic Sound. Andere Musik führt zu Stummschaltung oder GEMA-Forderungen.
Bei vermieteten Wohnungen ja. Möbel, persönliche Gegenstände und Personen im Bild sind DSGVO-relevant. Ohne schriftliche Einwilligung filmen Sie ausschließlich leere Räume oder bauseits feste Bestandteile (Boden, Wände, Fenster).
Zwei bis drei Reels pro Woche zeigen die beste Balance aus Reichweite und Aufwand. Tägliches Posten ohne Qualitätsanstieg verwässert das Profil — die Plattformen bestrafen schwache Watch-Time.

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Eugen Görtz — Gründer von ImmoStage
Verfasst von

Eugen Görtz

Gründer & Geschäftsführer, ImmoStage

Eugen Görtz ist Gründer von ImmoStage. Vor der Gründung war er über 10 Jahre als Abteilungsleiter in einem Industrieunternehmen tätig — mit Verantwortung für Prozessoptimierung, Teamführung und Digitalisierung. Diese operative Erfahrung fließt direkt in die Produktentwicklung von ImmoStage ein: pragmatische Lösungen, die im Makler-Alltag funktionieren.

10+ Jahre Abteilungsleiter in der IndustrieGründer von ImmoStage (2024)Fokus: KI-Staging für DACH-MaklerDSGVO & EU-Compliance
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Veröffentlicht: 2026-04-30
Aktualisiert: 2026-04-30
Lesezeit: 6 Min.

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