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Aktualisiert April 2026

3D-Rundgang für Immobilien. Ohne Matterport-Hardware möglich.

3D-Rundgänge erhöhen die Klickrate auf Inseraten um bis zu 87 Prozent (Matterport-Daten 2024). Anbieter-Vergleich, Kosten-Realität und eine ehrliche DIY-Anleitung mit dem Smartphone.

+87 %
Klickrate auf Inseraten mit 3D-Rundgang
Quelle: Matterport 2024
ab 49 EUR
monatlich für Software-Lösung
Quelle: Marktrecherche 2026
DSGVO
EU-Hosting bei seriösen Anbietern
Quelle: BIEK 2025
3D-Rundgang einer Wohnung in Dollhouse-Ansicht von oben

Dollhouse-Ansicht eines 3D-Rundgangs — eine Etage komplett begehbar im Browser.

Was ist ein 3D-Rundgang?

Ein 3D-Rundgang ist eine begehbare digitale Kopie einer Immobilie. Interessenten klicken sich am Bildschirm durch die Räume, drehen sich, schauen aus dem Fenster — als wären sie vor Ort.

Drei Bausteine machen einen echten 3D-Rundgang aus:

  • 360-Grad-Panoramen an mehreren Standpunkten — pro Raum mindestens einer.
  • Hotspots verbinden die Panoramen. Klick auf die Tür im Wohnzimmer führt in die Küche.
  • Dollhouse-Ansicht — die Vogelperspektive auf die ganze Wohnung mit entferntem Dach. Premium-Feature, oft nur bei Matterport.

Wichtig: Ein einzelnes 360-Grad-Foto ist kein 3D-Rundgang. Erst die Verkettung mehrerer Standpunkte zur navigierbaren Tour macht den Unterschied.

3D-Rundgang vs. virtuelle Besichtigung
Eine virtuelle Besichtigung ist meist ein Live-Video-Call mit dem Makler. Der 3D-Rundgang läuft asynchron — der Interessent schaut sich die Wohnung wann er will an, ohne Termin. Die meisten Makler kombinieren beides.

Anbieter-Vergleich: Matterport, Asteroom, Kuula & Co.

Der Markt für 3D-Rundgänge ist fragmentiert. Fünf Lösungen dominieren in Deutschland — jede mit klaren Stärken und Schwächen.

Matterport — der Marktstandard

Beste Bildqualität, echte Dollhouse-Ansicht, automatische Vermessung. Erfordert Spezial-Kamera (Pro3 ab 5.500 Euro) oder iPhone Pro mit LiDAR. Software-Abo ab 11 Euro im Monat für eine aktive Tour, in der Praxis nutzen Makler den Pro-Plan ab ca. 70 Euro im Monat. Hosting in den USA — DSGVO-Prüfung empfohlen.

Asteroom — die DIY-Alternative

US-Anbieter, Aufnahme per iPhone mit Aufsatz-Linse für 25 Euro. Cloud-Stitching erstellt die Tour automatisch. Tour-Abo ab ca. 30 Euro pro Tour pro Monat. Bildqualität unter Matterport, dafür keine teure Kamera nötig.

Kuula — der Indie-Allrounder

Polnischer Anbieter mit großer Maklerbasis in Europa. Sie laden eigene 360-Grad-Panoramen hoch (z. B. von Theta SC2 oder Smartphone-Apps), verbinden sie per Hotspot. Kostenlos bis 16 Bilder. Pro-Plan ab 16 USD im Monat. Kein Auto-Stitching, dafür maximale Kontrolle.

Smartphone-Apps (gratis bis 50 EUR)

Apps wie Google Street View, Panorama 360 oder Cyclorama erstellen 360-Grad-Bilder direkt auf dem Handy. Die Aufnahmen können Sie dann in Kuula oder Asteroom als Tour zusammenbauen. Aufwand: 30 Minuten pro Wohnung, Qualität ausreichend für Standardobjekte.

ImmoStage — Video-Walkthrough statt 3D-Modell

ImmoStage erstellt aktuell keine 3D-Rundgänge. Stattdessen generiert die Plattform aus 6 bis 12 Raumfotos einen cineastischen Video-Walkthrough mit KI-Kamerafahrten — und beautified gleichzeitig den Grundriss für das Inserat. Ehrliche Empfehlung: Wer bereits einen 3D-Rundgang hat, sollte dabei bleiben. Wer noch keinen hat, kommt mit Video plus Floor Plan oft schneller und günstiger zum Ziel.

Welche Lösung für wen?
Premium-Objekte über 1 Mio. Euro: Matterport, gerne über Dienstleister gemietet. Standard-Wohnungen 200k–800k Euro: Kuula plus Smartphone-App oder ImmoStage Video. Privatverkauf: Smartphone-App und Kuula-Free — kostet null Euro.
AnbieterHardwareKosten/MonatDSGVO-HostingAufwand pro Objekt
Matterport Pro3Spezial-Kamera 5.500 EURab 70 EURUSA, EU-Add-on60–90 Min.
Matterport iPhoneiPhone Pro mit LiDARab 11 EURUSA, EU-Add-on45–60 Min.
AsteroomiPhone + 25 EUR Linseab 30 EURUSA30–45 Min.
KuulaSmartphone oder Thetaab 16 USDEU (Polen)30–60 Min.
Smartphone-AppsSmartphone0 EURvariiert20–40 Min.
ImmoStage VideoVorhandene Fotosab 49 EUR (Starter)EU (Frankfurt)5–10 Min.
Drei Lösungen für 3D-Rundgänge im Vergleich: Matterport-Kamera, Smartphone-Gimbal und Laptop

Drei Wege zum 3D-Rundgang: Profi-Kamera, Smartphone, Software.

Wann lohnt sich ein 3D-Rundgang?

Nicht jedes Objekt braucht einen 3D-Rundgang. Die Daten zeigen klar, wo sich der Aufwand auszahlt:

  • +87 Prozent Klickrate auf Inseraten mit interaktivem Tour-Link (Matterport-Auswertung 2024).
  • Bis zu 50 Prozent weniger Vor-Ort-Besichtigungen — Interessenten sortieren sich vorab selbst aus (NAR Profile of Home Buyers and Sellers 2024).
  • Höhere Kaufentscheidung aus der Ferne — Pendler, Auslandsdeutsche und Investoren erwarten heute eine Tour vor der Anreise.

Lohnt sich besonders bei:

  • Premium-Objekten über 600.000 Euro — Mehrpreis rechtfertigt Mehraufwand.
  • Neubauten und Bestandsfreiräumen — leerstehende Objekte profitieren stark.
  • Ausländischen Zielgruppen — internationale Käufer, Expats, Investoren.
  • Mehrgeschossigen Häusern — Grundriss allein zeigt die Raumfolge nicht.

Lohnt sich kaum bei:

  • Mietwohnungen unter 800 Euro Kaltmiete — Aufwand schlägt Mehrwert.
  • Sehr kleinen Wohnungen unter 40 m² — ein gutes Foto reicht oft.
  • Schnellverkäufen in heißen Lagen — die Wohnung ist weg, bevor die Tour live ist.

3D-Rundgang DIY: Mit dem Smartphone in 5 Schritten

Kein Budget, kein Dienstleister, trotzdem Tour? So geht es mit Smartphone, einer gratis App und 30 Minuten Zeit:

Hand mit Smartphone nimmt 360-Grad-Panorama in einer leeren Wohnung auf

Smartphone-Panorama: ein Standpunkt pro Raum, langsame 360-Grad-Drehung.

1

Räume vorbereiten

Vorhänge auf, Lampen an, persönliche Gegenstände weg. Smartphone-Linse mit Brillenputztuch reinigen.

2

App installieren

Kuula, Asteroom oder Google Street View. Konto anlegen, Tutorial einmal durchklicken.

3

Standpunkte planen

Ein Standpunkt pro Raum, plus zwei in größeren. Stativ oder Stuhl auf 1,50 m Höhe. Nicht direkt vor Türen.

4

Panoramen aufnehmen

Smartphone vertikal, langsam um die eigene Achse drehen. App führt durchs Raster. Gegenlicht vermeiden.

5

Tour zusammensetzen

Panoramen per Hotspot verbinden — Tür führt zur Küche etc. Tour publizieren, Link ins Inserat.

Realitäts-Check zur DIY-Tour
Eine Smartphone-Tour ist sichtbar amateurhafter als eine Matterport-Aufnahme. Stitching-Fehler, schiefer Horizont, überbelichtete Fenster — das passiert. Für einen ersten Privatverkauf oder ein 350.000-Euro-Standardobjekt reicht das. Für ein Premium-Inserat eher nicht.

Was kostet ein 3D-Rundgang? Marktübersicht 2026

Drei Wege zur Tour, drei Preisklassen. Die Wahl hängt von Anzahl der Objekte pro Jahr und Anspruch ab:

Kosten pro 3D-Rundgang in Deutschland

Pro Objekt, ohne wiederkehrende Software-Abos (Stand: April 2026)

Achtung: Die Tabelle zeigt die Stückkosten. Hinzu kommen Software-Abos zwischen 11 Euro (Matterport Starter) und 70 Euro (Matterport Pro) im Monat — sonst geht die Tour offline. Wer 4–6 Objekte pro Jahr macht, für den rechnet sich das Software-Abo nicht.

Faustregel für Makler
Unter 10 Objekten pro Jahr: Dienstleister-Modell (350 Euro pro Objekt, kein Abo). Über 20 Objekten: Eigene Matterport-Kamera plus Pro-Abo. Dazwischen: Smartphone plus Kuula — und die gewonnene Zeit in bessere Fotos investieren.

ImmoStage-Alternative: Video plus aufgehübschter Grundriss

Ehrlich: ImmoStage erstellt keinen 3D-Rundgang. Aber die häufigsten Probleme, die ein 3D-Rundgang löst, lassen sich auch anders adressieren:

  • Raumeindruck: Ein KI-Walkthrough-Video aus 6–12 Raumfotos zeigt den Raumfluss in 30 Sekunden — besser für Social Media als eine 3D-Tour.
  • Raumaufteilung: Ein aufgehübschter 2D- oder 3D-Grundriss beantwortet die Raumfrage präziser als jede Dollhouse-Ansicht.
  • Selbst-Selektion der Interessenten: Funktioniert mit Video plus Grundriss in 80 Prozent der Fälle genauso gut wie mit echter 3D-Tour.

Wer nicht 100k Euro im Jahr in Vermarktungstechnik stecken will, kommt mit Video plus Grundriss bei 20–30 Objekten pro Jahr meist deutlich günstiger weg als mit einem Matterport-Setup.

Video-Walkthrough in 5 Minuten.

Aus Ihren bestehenden Raumfotos. Kein 360-Grad-Equipment nötig.

Häufige Fragen zum 3D-Rundgang

Ein 360-Grad-Foto zeigt einen einzigen Standpunkt rundherum. Ein 3D-Rundgang verkettet mehrere 360-Grad-Standpunkte per Hotspot zur navigierbaren Tour — Sie können sich zwischen den Räumen bewegen.
Nein. Mit einem aktuellen Smartphone und einer gratis App wie Kuula oder Google Street View erstellen Sie brauchbare Touren ohne Spezial-Hardware. Matterport liefert höhere Qualität, ist aber nicht zwingend.
Mit Smartphone und gratis App: 30–60 Minuten pro Wohnung inklusive Vorbereitung und Upload. Mit Matterport-Kamera: 45–90 Minuten plus 30 Minuten automatisches Cloud-Processing.
Ein Matterport-Dienstleister berechnet 250–500 Euro pro Objekt je nach Wohnfläche. Selbst gemacht: 25–90 Euro Stückkosten plus monatliches Software-Abo zwischen 11 und 70 Euro.
Wenn keine Personen oder personenbezogenen Daten in der Tour zu sehen sind: ja. Auf Schlüssel, Briefumschläge und Visitenkarten in den Bildern achten. Hosting in der EU bevorzugen — Matterport liegt in den USA, Kuula in Polen.
Inserate mit interaktivem Tour-Link erhalten laut Matterport-Auswertung +87 Prozent Klickrate und überdurchschnittlich viele qualifizierte Anfragen. Direkten Einfluss auf die Vermarktungsdauer belegen Studien noch nicht eindeutig.
Ja, sogar besonders gut — leere Räume zeigen die Architektur klarer. Allerdings wirken sie steril. Kombinieren Sie die Tour mit virtuell gestagten Einzelbildern, damit Interessenten den eingerichteten Raum sehen.
Matterport dominiert das Premium-Segment, Asteroom wächst bei DIY-Maklern, Kuula ist bei Privatverkäufern und kleineren Maklerbüros beliebt. Reine Smartphone-Lösungen sind im Standardgeschäft auf dem Vormarsch.
Eugen Görtz — Gründer von ImmoStage
Verfasst von

Eugen Görtz

Gründer & Geschäftsführer, ImmoStage

Eugen Görtz ist Gründer von ImmoStage. Vor der Gründung war er über 10 Jahre als Abteilungsleiter in einem Industrieunternehmen tätig — mit Verantwortung für Prozessoptimierung, Teamführung und Digitalisierung. Diese operative Erfahrung fließt direkt in die Produktentwicklung von ImmoStage ein: pragmatische Lösungen, die im Makler-Alltag funktionieren.

10+ Jahre Abteilungsleiter in der IndustrieGründer von ImmoStage (2024)Fokus: KI-Staging für DACH-MaklerDSGVO & EU-Compliance
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Veröffentlicht: 2026-04-30
Aktualisiert: 2026-04-30
Lesezeit: 9 Min.

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