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Home Staging Vertrag: Inhalte, Muster & rechtliche Hinweise

Home Staging Vertrag: 7 wichtige Klauseln, kostenloses Muster und rechtliche Tipps. So schützen Sie sich als Dienstleister.

Home Staging Vertrag: Inhalte, Muster & rechtliche Hinweise
Eugen Görtz

Eugen Görtz · Gründer ImmoStage

Veröffentlicht am 15. Mai 2026 · Lesedauer ~4 Min.

Über 200 deutsche Maklerinnen und Makler nutzen ImmoStage. Eugen schreibt über die Realitäten des Immobilien-Marketings im DACH-Raum.

home staging vertrag

Ein Home Staging Vertrag regelt die Zusammenarbeit zwischen Immobilieneigentümern und Home Staging Dienstleistern. Die schriftliche Vereinbarung schützt beide Seiten. Sie schafft Klarheit über Leistungen, Kosten und Verantwortlichkeiten. Hier erfahren Sie, welche Inhalte unverzichtbar sind, welche rechtlichen Aspekte Sie beachten sollten und wo Sie eine praktische Vorlage finden.

Die 7 unverzichtbaren Inhalte eines Home Staging Vertrags

Ein rechtssicherer Home Staging Vertrag sollte mindestens sieben zentrale Punkte regeln. Diese bilden das Fundament einer erfolgreichen Zusammenarbeit. Sie vermeiden spätere Missverständnisse.

1. Vertragspartner und Objektdaten

Beide Vertragspartner müssen namentlich genannt werden. Also der Eigentümer oder bevollmächtigte Auftraggeber. Und der Home Staging Dienstleister. Zusätzlich werden die vollständigen Daten der zu inszenierenden Immobilie angegeben. Adresse, Größe, Zimmeranzahl und aktueller Zustand. Diese Angaben sind wichtig für die Leistungsbeschreibung und spätere Abnahme.

2. Leistungsumfang und Beschreibung der Maßnahmen

Der Vertrag sollte detailliert auflisten, welche Home Staging Maßnahmen durchgeführt werden. Zum Beispiel das Ausräumen und Einlagern von Möbeln. Die Neuanordnung vorhandener Einrichtungsgegenstände. Das Hinzufügen von Dekorationselementen. Reinigungsarbeiten. Sowie kosmetische Verschönerungen wie Anstrich oder kleine Reparaturen. Je genauer die Beschreibung, desto besser können beide Seiten die erwarteten Ergebnisse einschätzen.

3. Zeitrahmen und Termine

Ein wichtiger Punkt ist die Vereinbarung konkreter Zeitrahmen. Dazu gehören der Beginn der Arbeiten. Die voraussichtliche Dauer des Stagings. Und ein möglicher Zeitpunkt für die Rückgabe der Immobilie. Viele Immobilien werden während des Verkaufsprozesses gestagt. Daher ist auch festzuhalten, wie lange die Einrichtung in der Immobilie verbleiben soll.

4. Vergütung und Zahlungsmodalitäten

Die Kostenfrage muss klar geregelt sein. Der Vertrag enthält die vereinbarte Vergütung. Entweder als Pauschalpreis oder als Stundensatz mit geschätzter Stundenzahl. Auch die Zahlungsweise wird festgelegt. Ob eine Anzahlung fällig ist. Wann die Restzahlung erfolgt. Und welche Zahlungsmethoden akzeptiert werden. Laut § 656c BGB darf ein Makler beim Verkauf von Wohnimmobilien beide Seiten nur dann zur Kasse bitten, wenn Käufer und Verkäufer jeweils denselben Betrag zahlen. Diese Regelung betrifft zwar primär Makler. Sie zeigt aber, dass bei Provisionsvereinbarungen die Transparenz gegenüber beiden Parteien wichtig ist.

5. Nutzungsrechte und Eigentumsfragen

Wer nutzt die eingebrachten Einrichtungsgegenstände während des Stagings? Wer trägt das Risiko für Beschädigungen? Diese Fragen sollten im Vertrag geklärt werden. Auch die Frage, ob der Dienstleister Fotos der inszenierten Immobilie für Marketingzwecke verwenden darf, gehört in diesen Abschnitt.

6. Rückgabe und Abnahme

Der Vertrag regelt, wie die Immobilie nach Beendigung des Stagings zurückgegeben wird. Ein Abnahmeprotokoll dokumentiert den Zustand und eventuelle Schäden. So entstehen keine Streitigkeiten darüber, ob Gegenstände beschädigt wurden oder fehlen.

7. Kündigung und Vertragsende

Beide Seiten sollten die Möglichkeit haben, den Vertrag unter bestimmten Bedingungen zu beenden. Fristen für eine ordentliche Kündigung. Und Regelungen für einen vorzeitigen Ausstieg. Das sind wichtige Vertragsbestandteile.

Rechtliche Hinweise: Haftung, Gewährleistung und Versicherung

Bei Home Staging Verträgen spielen rechtliche Aspekte eine wichtige Rolle. Die folgenden Punkte sollten Sie bei der Vertragsgestaltung berücksichtigen.

Haftung für Schäden

Der Home Staging Dienstleister haftet für Schäden, die er während seiner Arbeiten an der Immobilie verursacht. Beschädigungen an Wänden, Böden oder fest verbauten Elementen. Im Vertrag sollte geregelt sein, wie solche Schäden behandelt werden. Ob der Dienstleister sie auf eigene Kosten behebt. Oder ob eine Versicherung einspringt. Umgekehrt haftet der Eigentümer dafür, dass die Immobilie in einem zumutbaren Zustand übergeben wird. Keine versteckten Mängel, die zu Schäden führen könnten.

Gewährleistung und Mängel

Da Home Staging eine Dienstleistung ist, gelten die Regelungen des Dienstvertrags nach § 611 ff. BGB. Der Dienstleister schuldet einen bestimmten Erfolg nur, wenn dieser ausdrücklich vereinbart wurde. Bei reinen Arrangeur-Leistungen ohne materielle Veränderungen an der Immobilie ist die Gewährleistung daher eingeschränkt. Werden jedoch handwerkliche Arbeiten durchgeführt, etwa Malerarbeiten oder kleine Reparaturen, gelten die werkvertraglichen Gewährleistungsregeln nach § 633 BGB. Der Auftraggeber kann in diesem Fall Nachbesserung verlangen. Oder bei erheblichen Mängeln den Vertrag rückgängig machen.

Versicherungsschutz

Ein wichtiger Aspekt ist der Versicherungsschutz. Der Home Staging Dienstleister sollte eine Haftpflichtversicherung haben, die Schäden an der Immobilie oder an eingebrachten Gegenständen abdeckt. Der Eigentümer wiederum sollte prüfen, ob seine Hausratversicherung oder Wohngebäudeversicherung während des Stagings greift. Sinnvoll ist auch eine Vereinbarung im Vertrag, welche Partei für welche Versicherungen zuständig ist.

Makler und Provision

Falls ein Makler in das Home Staging eingebunden ist, etwa wenn er die Inszenierung als Teil seines Marketingpakets anbietet, gelten die Regelungen zur Maklerprovision. Nach § 656d BGB darf die Zahlungspflicht der anderen Partei erst entstehen, nachdem die beauftragende Partei ihre Provision vollständig bezahlt hat. Diese Regelung schützt Auftraggeber vor doppelter Belastung. Sie schafft Transparenz bei der Kostenverteilung.

Home Staging Muster: Vorlage zum Download

Eine professionelle Vorlage erleichtert die Erstellung eines Home Staging Vertrags erheblich. Die Mustervorlage enthält alle oben genannten unverzichtbaren Inhalte. Sie kann an die individuellen Bedürfnisse angepasst werden.

Die Vorlage sollte folgende Elemente enthalten: einen übersichtlichen Kopf mit Datum und Vertragsnummer. Die vollständigen Daten beider Vertragspartner. Eine detaillierte Beschreibung der Immobilie. Den genauen Leistungsumfang mit allen vereinbarten Maßnahmen. Den Zeitplan mit Beginn, Dauer und Endtermin. Die Vergütung mit Aufschlüsselung und Zahlungsbedingungen. Regelungen zu Nutzungsrechten und Eigentum. Abnahme- und Rückgabemodalitäten. Haftungs- und Gewährleistungsregelungen. Kündigungsfristen. Sowie einen Schlussabschnitt mit Unterschriftenfeldern.

Sie können die Mustervorlage hier herunterladen und an Ihre spezifische Situation anpassen. Es empfiehlt sich, den Vertrag vor der Unterschrift von einem Rechtsexperten prüfen zu lassen. Besonders bei umfangreicheren Projekten oder gewerblichen Immobilien.

Fazit

Ein Home Staging Vertrag ist kein optionales Dokument. Er ist ein wichtiges Instrument zum Schutz beider Vertragspartner. Die sieben unverzichtbaren Inhalte, Vertragspartner, Leistungsumfang, Zeitrahmen, Vergütung, Nutzungsrechte, Abnahme und Kündigung, bilden das Fundament einer soliden Vereinbarung. Ergänzend sollten rechtliche Aspekte wie Haftung, Gewährleistung und Versicherungsschutz nicht vernachlässigt werden. Mit einer durchdachten Vorlage und klaren Absprachen schaffen Sie die Grundlage für ein erfolgreiches Home Staging Projekt. Das bietet sowohl Ihnen als auch Ihrem Auftraggeber Sicherheit.

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Häufig gestellte Fragen

Ja, ein schriftlicher Vertrag ist dringend empfohlen. Er schützt sowohl den Dienstleister als auch den Auftraggeber vor Missverständnissen. Mündliche Absprachen sind zwar grundsätzlich rechtlich bindend, lassen sich aber im Streitfall schwer nachweisen. Ein detaillierter Vertrag schafft Klarheit über alle vereinbarten Leistungen, Preise und Bedingungen.
Der Vertrag sollte klar regeln, wer die Fotos der gestalteten Räume nutzen darf. Als Home Staging Dienstleister möchten Sie die Bilder wahrscheinlich für Ihre eigene Website und Social Media nutzen. Gleichzeitig benötigt der Eigentümer die Fotos für sein Immobilienexposé. Legen Sie schriftlich fest, welche Rechte jeder Partei zustehen und ob eine Namensnennung erforderlich ist.
Üblich sind Anzahlungen zwischen 30% und 50% des Gesamtpreises, fällig bei Vertragsschluss. Die Restzahlung erfolgt nach Fertigstellung oder bei Übergabe. Diese Regelung schützt den Dienstleister vor Zahlungsausfällen und signalisiert dem Auftraggeber Ernsthaftigkeit. Bei größeren Projekten können auch Ratenzahlungen vereinbart werden.
Der Vertrag sollte eine Regelung enthalten, die klarstellt, dass Verzögerungen durch fehlende Zugänglichkeit der Räume nicht zu Lasten des Dienstleisters gehen. Zusätzlich können Vertragsstrafen oder eine Anpassung des Zeitplans vereinbart werden. Dokumentieren Sie solche Verzögerungen schriftlich, um spätere Streitigkeiten zu vermeiden.
Ja, beide Parteien können den Vertrag unter bestimmten Bedingungen kündigen. Im Vertrag sollten Sie eine ordentliche Kündigungsfrist festlegen, etwa zwei Wochen vor Beginn der Arbeiten. Bei wichtigen Gründen wie Zahlungsverzug oder nicht erfüllten Mitwirkungspflichten sollte ein außerordentliches Kündigungsrecht vereinbart werden. Regeln Sie auch, wie bereits erbrachte Leistungen abgerechnet werden.

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