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Home Staging Rechnung: Kosten, Posten & Abrechnung erklärt

Was kostet Home Staging? Eine detaillierte Rechnung mit 7 Posten zeigt die typischen Kosten von 500 bis 5.000 Euro.

Home Staging Rechnung: Kosten, Posten & Abrechnung erklärt
Eugen Görtz

Eugen Görtz · Gründer ImmoStage

Veröffentlicht am 15. Mai 2026 · Lesedauer ~4 Min.

Über 200 deutsche Maklerinnen und Makler nutzen ImmoStage. Eugen schreibt über die Realitäten des Immobilien-Marketings im DACH-Raum.

home staging rechnung

Eine Home-Staging-Rechnung dokumentiert alle Leistungen, die ein Dienstleister erbringt, um eine Immobilie verkaufsfördernd zu präsentieren. Für Immobilieneigentümer, Makler und potenzielle Käufer ist es wichtig zu verstehen, welche Kosten auf einer solchen Rechnung stehen können und wie eine professionelle Abrechnung aussieht.

Typische Kosten und Posten einer Home-Staging-Rechnung

Die Kosten für Home Staging setzen sich aus verschiedenen Posten zusammen. Eine vollständige Rechnung sollte diese Positionen transparent aufschlüsseln.

Beratung und Konzeption: Der erste Posten umfasst die Erstberatung vor Ort. Der Stager begutachtet die Immobilie und erstellt ein Konzept. Diese Leistung wird entweder pauschal oder nach Stundensatz abgerechnet. Die Preise liegen je nach Anbieter und Region bei etwa 100 bis 250 Euro für eine einstündige Beratung.

Mobiliar und Ausstattung: Ein wesentlicher Kostenfaktor ist die Miete von Möbeln und Dekoration für die Zeit der Inszenierung. Die Mietkosten richten sich nach der Wohnungsgröße und dem gewählten Einrichtungsstil. Bei einer durchschnittlichen Wohnung mit 80 bis 100 Quadratmetern liegen die monatlichen Mietkosten für Möbel zwischen 500 und 1.500 Euro, abhängig vom Umfang und der Qualität der Ausstattung.

Transport und Aufbau: Der Transport der Möbel sowie deren Aufbau und Arrangement gehören ebenfalls zur Rechnung. Diese Position kann als Pauschale oder nach Aufwand berechnet werden. Die Kosten belaufen sich meist auf 200 bis 600 Euro, abhängig von der Menge des Materials und der Entfernung.

Dekoration und Accessoires: Kleinere Deko-Elemente wie Kissen, Decken, Bilder und Pflanzen werden entweder gemietet oder als Pauschale berechnet. Bei gekauften Gegenständen, die beim Staging verbleiben, sind die Kosten entsprechend höher.

Nachbereitung und Rückbau: Am Ende des Staging-Zeitraums fallen Kosten für den Abbau und Abtransport der Möbel an. Diese Position beträgt 150 bis 400 Euro.

Was sollte eine professionelle Rechnung enthalten?

Eine ordnungsgemäße Home-Staging-Rechnung muss bestimmte Pflichtangaben enthalten.

Rechnungsheader: Die vollständigen Firmendaten des Stagers oder des Unternehmens, einschließlich Name, Anschrift, Umsatzsteuer-Identifikationsnummer und gegebenenfalls Handelsregistereintragung.

Leistungsempfänger: Die Daten des Kunden, der die Staging-Leistung beauftragt hat. Die Angaben müssen korrekt sein, da sie für die steuerliche Absetzbarkeit relevant sein können.

Leistungszeitraum und Ort: Das Datum oder der Zeitraum, in dem die Staging-Leistung erbracht wurde, sowie die Adresse der betreffenden Immobilie.

Detaillierte Leistungsbeschreibung: Jeder einzelne Posten sollte klar benannt werden. Eine pauschale Angabe wie „Home Staging Pauschale" genügt den Anforderungen an eine professionelle Rechnung nicht.

Preise und Mengen: Für jeden Posten müssen der Einzelpreis und die Menge angegeben werden. Aus der Rechnung muss die Berechnungsgrundlage klar hervorgehen.

Gesamtsumme und Umsatzsteuer: Der Gesamtbetrag sowie der darauf entfallende Umsatzsteuerbetrag sind Pflichtangaben. Bei Kleinunternehmern nach § 19 UStG entfällt die Umsatzsteuer, was jedoch kenntlich gemacht werden muss.

Zahlungsbedingungen: Informationen zur Fälligkeit und zu möglichen Zahlungsmodalitäten sollten ebenfalls nicht fehlen.

Wann lohnt sich Home Staging – und für wen eher nicht?

Die Investition in Home Staging kann sich unter bestimmten Umständen lohnen, ist jedoch nicht für jede Immobilie oder jeden Eigentümer sinnvoll.

Wann sich Home Staging lohnt: Laut der RESA – Real Estate Staging Association, Quarterly Research Report Q3 2025 – verkauften sich professionell inszenierte Immobilien in den USA im Schnitt innerhalb von 19 Tagen. Der gleiche Bericht zeigt, dass inszenierte Häuser im Schnitt 109 Prozent des Angebotspreises erzielten, also rund 9 Prozent über dem geforderten Preis. Diese Zahlen zeigen das Potenzial von professionellem Home Staging, auch wenn sie aus dem US-Markt stammen und nicht direkt auf den deutschsprachigen Raum übertragbar sind.

Die NAR – National Association of Realtors, Profile of Home Staging 2025 – bestätigt, dass 83 Prozent der Käufer-Makler in den USA angeben, dass die Inszenierung eines Hauses es Käufern leichter macht, es sich als zukünftiges Zuhause vorzustellen.

Home Staging ist besonders sinnvoll bei leerstehenden Wohnungen oder Häusern, die schwer verkäuflich sind. Auch bei Objekten in gehobener Preisklasse kann eine professionelle Inszenierung den Verkaufspreis positiv beeinflussen. Für Eigentümer, die selbst in der Immobilie wohnen, kann Staging ebenfalls vorteilhaft sein, wenn die eigene Einrichtung nicht optimal für eine Verkaufspräsentation geeignet ist.

Wann Home Staging weniger sinnvoll ist: Bei Immobilien in sehr guter Lage und mit bereits ansprechender Ausstattung kann der zusätzliche Nutzen gering ausfallen. Ebenso bei Objekten im niedrigen Preissegment, bei denen die Staging-Kosten den potenziellen Mehrwert übersteigen könnten.

Bei schnellen Verkäufen in einem stark nachgefragten Markt kann Home Staging ebenfalls verzichtbar sein, wenn die Nachfrage das Angebot bereits übersteigt.

Die Entscheidung für oder gegen Home Staging sollte daher immer individuell getroffen werden, basierend auf dem konkreten Objekt, dem Zielpreis und der jeweiligen Marktsituation. Eine professionelle Rechnung dokumentiert die erbrachten Leistungen transparent und nachvollziehbar. Das ist sowohl für den Dienstleister als auch für den Kunden wichtig.

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Häufig gestellte Fragen

Die Kosten für Home Staging liegen typischerweise zwischen 500 und 5.000 Euro, abhängig von Wohnungsgröße, Leistungsumfang und Region. Eine professionelle Beratung kostet oft 150-300 Euro, während vollständige Möblierung 2.000-5.000 Euro kosten kann.
Eine vollständige Rechnung enthält: Beratung und Konzept (150-400 Euro), Handwerkerleistungen (200-800 Euro), Möbelmiete (500-2.000 Euro), Dekoration (100-500 Euro), Auf- und Abbau (200-500 Euro), Fahrtkosten (50-150 Euro) und Nachbereitung (100-300 Euro).
Ja, Home Staging kann unter bestimmten Voraussetzungen als Werbungskosten oder Betriebsausgabe abgesetzt werden. Bei Vermietung sind die Kosten oft absetzbar, bei Verkauf als Veräußerungskosten. Bewahren Sie immer die Rechnung auf und konsultieren Sie einen Steuerberater.
Virtuelles Home Staging nutzt KI oder Fotobearbeitung für 200-500 Euro. Physisches Home Staging mit echten Möbeln kostet 1.500-5.000 Euro. Virtuelles eignet sich für leerstehende Immobilien, physisches für bewohnte Objekte mit größerer Wirkung.
Home Staging lohnt sich besonders bei Objekten über 400.000 Euro oder wenn die Immobilie länger als 6 Wochen auf dem Markt ist. Studien zeigen einen durchschnittlichen Verkaufspreiszuwachs von 5-15% nach professionellem Staging – die Investition amortisiert sich meist schnell.

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