Wie funktioniert die Maklerprovision in Deutschland?
Seit dem 23. Dezember 2020 gilt in Deutschland das Gesetz zur Verteilung der Maklerkosten beim Kauf von Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen. Gemäß § 656c BGB müssen Käufer und Verkäufer die Maklerprovision zu gleichen Teilen tragen. Der Makler darf nicht mehr einseitig die gesamte Provision dem Käufer aufbürden.
Die marktübliche Provision in Deutschland liegt je nach Bundesland zwischen 3,57 % und 7,14 % des Kaufpreises (inkl. MwSt). Bayern und Brandenburg liegen bei 3,57 %, Nordrhein-Westfalen und Hessen bei bis zu 7,14 %. Der bundesweite Durchschnitt beträgt rund 5,95 %.
Wer seine Immobilie ohne Makler verkauft, spart die gesamte Provision. Bei einem Objekt im Wert von 500.000 € sind das bis zu 29.750 € — Geld, das Sie entweder einbehalten oder dem Käufer als Verhandlungsspielraum anbieten können. Mehr dazu in unserem Ratgeber zum Provision sparen sowie in unserem Vergleich Makler oder Privatverkauf.
Wann lohnt sich ein Makler trotz Provision?
Ein erfahrener Makler kennt den lokalen Markt, verhandelt den bestmöglichen Preis und übernimmt die komplette Vermarktung. Studien zeigen, dass professionell vermarktete Objekte im Schnitt 5–8 % höhere Verkaufspreise erzielen — was die Provision in vielen Fällen mehr als kompensiert. Entscheidend für den Preis ist auch die visuelle Präsentation: virtuell möblierte Fotos steigern Klickrate und Anfragen messbar.
