Auf einen Blick
Was ist das Grundbuch — und warum ist es beim Verkauf entscheidend?
Das Grundbuch ist das amtliche Register aller Grundstücke in Deutschland. Es dokumentiert, wem eine Immobilie gehört, welche Lasten auf ihr liegen und welche Rechte Dritter bestehen. Jede Immobilientransaktion in Deutschland läuft zwingend über das Grundbuch.
Käufer können eine Immobilie erst dann rechtlich erwerben, wenn der Notar die Auflassung beurkundet hat und das Grundbuchamt die Eigentumsumschreibung vollzogen hat. Banken finanzieren nicht ohne Einblick in das Grundbuch. Das bedeutet: Ein unbereinigtes Grundbuch blockiert nicht nur den Notartermin — es blockiert auch die Finanzierung Ihres Käufers.
Behandeln Sie das Grundbuch wie eine medizinische Voruntersuchung. Sie führen sie durch, bevor Sie das Objekt an den Markt bringen — nicht nachdem ein Käufer gefunden ist.
Eigentümer haben unbegrenzt Einsicht. Käufer und Interessenten benötigen ein "berechtigtes Interesse", das in der Regel durch den Notar bestätigt wird. Öffentliche Register (Grundbuchportal) bieten kostenpflichtigen Zugang für berechtigte Nutzer: Einrichtungsgebühr €50 + €8 pro Grundbuchblatt (Quelle: ImmobilienScout24). Banken und Gerichte haben automatisierten Vollabruf.


