Technische Anforderungen: Was ImmoScout24 will
Im offiziellen Makler-Handbuch von ImmoScout24 sind folgende technische Anforderungen dokumentiert: Bis zu 150 Mediendateien und 1 Video pro Inserat. Titelbild im Format 731 × 550 px (4:3 Querformat). Akzeptierte Formate: .jpg, .gif, .png, max. 50 MB pro Datei. Kein Wasserzeichen, kein Logo auf dem Titelbild.
Und: „Je besser sich Interessent:innen von Ihrem Objekt ein Bild machen, desto schneller klappt der Vertragsabschluss." — ImmoScout24, offiziell.
ImmoScout24 empfiehlt in seinem Ratgeber für Inseratstexte zudem die AIDA-Formel (Attention – Interest – Desire – Action) für Beschreibungstexte. Drei-Teil-Struktur: Objektbeschreibung, Lagebeschreibung, Ausstattungsbeschreibung. Ziel: Ungeeignete Anfragen vorher filtern, unnötige Besichtigungen reduzieren. Die Plattform bietet dafür sogar einen KI-Textgenerator (entwickelt mit Retresco) an.
Der Aktualitäts-Algorithmus: Frische gewinnt
Hier machen fast alle Makler den gleichen Fehler.
Sie veröffentlichen ein Inserat — und lassen es dann einfach laufen. Portalalgorithmen belohnen aber Aktualität und Frische. Neue und kürzlich aktualisierte Inserate erscheinen weiter oben. Ältere, statische Inserate rutschen progressiv nach unten.
Makleragenturen wie Rudkowski & Hag empfehlen basierend auf Portal-Praxiserfahrungen: Aktualisieren Sie Ihr Inserat alle 10–14 Tage. Eine Beschreibungsänderung, ein neues Foto, eine Preisanpassung — der Algorithmus behandelt das wie ein neues Listing. Bessere Position, mehr Klicks.
Kritisch: Die ersten 14–21 Tage nach Veröffentlichung. Das ist das Zeitfenster mit der höchsten Anfragerrate. Nutzen Sie diese Phase aktiv: Antworten Sie schnell, optimieren Sie basierend auf Feedback.
Ein Inserat, das zu lange online bleibt, löst Misstrauen aus. „Warum hat das noch keiner gekauft?" Frische signalisiert Nachfrage. Wie Sie diesen Rhythmus in Ihren Workflow integrieren, zeigen wir Ihnen separat.
Premium-Platzierungen: Wann sie sich lohnen
Falsch.
Die meisten Makler glauben, Premium-Platzierungen seien der wichtigste Hebel. Sie sind es nicht — wenn die Fotoqualität schwach ist. Wie City Immobilienmakler in ihrer Kostenanalyse der ImmoScout24-Pakete dokumentiert, gibt es drei Paketstufen für Makler: Basic Edition, Image Edition (inklusive 25% Premium-Platzierungen) und Acquisition Edition (50% Premium-Platzierungen). ImmoScout24 dokumentiert folgende Sichtbarkeitseffekte für gewerbliche Anbieter: Die Premium-Platzierung (25%) soll bis zu 25% mehr Objektaufrufe bringen — dies sind allerdings ImmoScout24s eigene Marketing-Angaben, keine unabhängig verifizierten Zahlen.
Die Hierarchie: Schaufenster-Platzierung (ganz oben) → Premium → Top → Standard. Schaufenster-Inserate erscheinen vor allen anderen — auch vor anderen Bezahl-Platzierungen.
Die ehrliche Einschätzung: Schwache Fotos + Premium-Platzierung = teurer Kompromiss. Mehr Sichtbarkeit führt zu mehr Klicks auf ein schlechtes Inserat. Die Absprungrate steigt. Der Algorithmus wertet das als negatives Signal. Erst Fotos optimieren. Dann Platzierung buchen.