ImmoStage erstellt Grundrisse aus vorhandenen Raumfotos. Sie brauchen 3 bis 4 Fotos pro Raum, aufgenommen mit einem normalen Smartphone. Kein LiDAR, kein Spezialequipment, kein physischer Zugang zum Objekt nach dem Foto-Termin. Die KI analysiert Wände, Türen und Fenster und liefert den fertigen 3D Grundriss in unter 5 Minuten.
Der Preis beginnt bei 29 EUR pro Grundriss. Im Vergleich: Ein Vermessungsingenieur berechnet 500 bis 800 EUR und benötigt 3 bis 5 Werktage. Ein CAD-Dienstleister kostet 100 bis 200 EUR bei 2 bis 3 Tagen Wartezeit. Wer 10 Objekte pro Monat vermarktet, spart mit ImmoStage rund 6.000 EUR jährlich gegenüber dem Vermesser. Das Ausgabeformat — JPG und PDF — ist direkt kompatibel mit ImmobilienScout24 und ImmoWelt. Genauigkeit: 90 bis 95%, ausreichend für die Vermarktung, DSGVO-konform, deutscher Support.
CubiCasa setzt auf einen anderen Ansatz: Sie scannen die Immobilie vor Ort mit der Smartphone-App. Die Kamera erfasst den Raum während Sie hindurchgehen. Der erste 2D Grundriss ist kostenlos — eine kluge Strategie, um die Qualität zu testen. Das 3D Marketing Bundle kostet 149 USD und enthält den 3D Grundriss, Möblierung und eine 3D Video-Ansicht.
CubiCasa hat über 2 Millionen Aufträge weltweit abgeschlossen und bietet Mengenrabatte: 25% ab 20 Scans pro Monat, 30% ab 200. Die Lieferzeit für 2D beträgt 24 Stunden, für 3D Produkte 48 Stunden. Der Haken: Sie müssen physisch im Objekt sein. Für Makler, die Grundrisse nachträglich erstellen wollen — etwa bei einer Wohnung, die sie nur einmal besichtigt haben — fällt CubiCasa aus.
RoomSketcher, mit über 4 Millionen Nutzern weltweit, bietet zwei Wege: Selbst zeichnen im Browser oder eine vorhandene Skizze zum Redraw-Service einreichen. Der Pro-Plan kostet 99 USD pro Jahr, ein professionell gezeichneter Grundriss ab 20 USD pro Etage mit Lieferung am nächsten Werktag.
Die Stärke liegt in der vollen Designkontrolle. 3D-Walkthroughs, individuelle Möblierung, verschiedene Ausgabeformate. Die Einschränkung: Selbst zeichnen erfordert Einarbeitungszeit. Für einen Einfamilienhaus-Grundriss mit mehreren Etagen rechnen Sie mit 60 bis 120 Minuten. Der Redraw-Service ist schneller, aber Sie brauchen eine Vorlage.
Floorplanner ist eines der meistgenutzten Browser-Tools für Grundrissplanung. Alles funktioniert per Drag-and-Drop: Wände ziehen, Türen setzen, Möbel platzieren. Die kostenlose Version reicht für erste Versuche, der Pro-Plan kostet 29 USD pro Monat und bietet Custom Templates und Premium-Projekte.
Die riesige Möbelbibliothek und die fotorealistischen 3D-Visuals beeindrucken. Punkt. Aber Floorplanner hat eine klare Einschränkung: Es gibt keinen Foto-Input. Sie zeichnen den Grundriss von Grund auf. Für Einsteiger dauert das 2 bis 4 Stunden pro Objekt. Für ein einzelnes Vorzeigeprojekt vertretbar — für 10 Objekte pro Monat nicht.
Magicplan nutzt Augmented Reality: Sie halten Ihr Smartphone in die Raumecken und tippen. Der Grundriss entsteht live auf dem Bildschirm. Das kostenlose Paket erlaubt 2 Projekte, der Sketch Plan kostet 9,99 USD pro Monat. Die App ist bei Baufachleuten und Maklern beliebt, die regelmäßig vor Ort sind.
Der Vorteil: Schnellster Vor-Ort-Workflow. Der Grundriss steht, bevor Sie das Objekt verlassen. Die Genauigkeit hängt von Beleuchtung und Oberflächen ab — glatte Wände und gutes Licht liefern bessere Ergebnisse. Physischer Zugang ist zwingend erforderlich. Für Makler, die ein 100 qm-Objekt vermessen wollen, ist magicplan in 20 bis 30 Minuten fertig.
Matterport ist der Rolls-Royce unter den Grundriss-Tools. Die Pro2-Kamera kostet rund 3.400 USD. Dazu kommen Abo-Gebühren ab 9,99 USD pro Monat und 400 bis 650 USD pro Objekt für das Real Estate Package. Dafür erhalten Sie nicht nur einen Grundriss, sondern einen kompletten Digital Twin — eine begehbare 3D-Ansicht der gesamten Immobilie.
Für Standardimmobilien ist Matterport überdimensioniert. Die Anschaffungskosten amortisieren sich erst bei regelmäßiger Nutzung für Objekte ab 800.000 EUR. Für Luxusmakler, die 5 bis 10 hochpreisige Immobilien pro Quartal vermarkten, kann sich die Investition lohnen — die immersive 3D-Tour hinterlässt bei Kaufinteressenten einen stärkeren Eindruck als jeder statische Grundriss.