Auf einen Blick
Zeitplan: Wann findet die Übergabe statt?
Die meisten Verkäufer erwarten die Schlüsselübergabe kurz nach dem Notartermin. Das ist falsch.
Zwischen Beurkundung und Besitzübergang vergehen in Deutschland typischerweise 4 bis 8 Wochen. Das dokumentiert der Ratgeber der Kreissparkasse aus der Praxis. Der Grund: Der Notar stellt erst eine Fälligkeitsmitteilung aus, wenn alle Bedingungen erfüllt sind — typischerweise nach Eintragung der Auflassungsvormerkung und Vorlage aller behördlichen Genehmigungen. Der Käufer hat danach 14 Tage Zeit zur Zahlung.
Die Übergabe selbst findet dann nach vollständiger Kaufpreiszahlung statt. Erst wenn der Betrag auf dem Konto des Verkäufers eingegangen ist, erfolgt die Schlüsselübergabe.
Besitzübergang und Grundbucheintrag sind zwei verschiedene Dinge. Die Schlüsselübergabe erfolgt nach vollständiger Kaufpreiszahlung — die offizielle Umschreibung im Grundbuch dauert danach noch mehrere Wochen. In dieser Zwischenphase trägt der Käufer bereits das Risiko (§ 446 BGB), ist aber noch nicht im Grundbuch eingetragen.
Was passiert beim Besitzübergang? Die Rechtslage
Mit der Schlüsselübergabe treten drei Rechtswirkungen gleichzeitig ein. Das Bürgerliche Gesetzbuch regelt dies klar.
Die auf Immobilienrecht spezialisierte Kanzlei Brennecke Rechtsanwälte erläutert in ihrer Vertragsserie: Der Zeitpunkt des Besitzübergangs ist zwischen den Parteien frei verhandelbar — und entspricht in der Praxis dem Moment der Schlüsselübergabe. Ab diesem Moment gilt:
