Auf einen Blick
Schritt 1: Makler oder Privatverkauf? Die Entscheidung am Tag 1
Das ist die erste Frage. Nicht "Was ist meine Wohnung wert?". Nicht "Soll ich renovieren?". Zuerst: Wer verkauft?
Ein Makler kostet Sie als Verkäufer ~3,57% des Kaufpreises (inklusive Mehrwertsteuer) — seit Dezember 2020 wird die Provision geteilt. Bei einem 320.000-EUR-Objekt sind das rund 11.400 EUR. Dafür erhalten Sie Marktkenntnis, Käufernetzwerk, Verhandlungsführung und Rechtssicherheit.
Wer ohne Makler verkauft, spart diese Provision. Zahlt aber mit Zeit, Nerven und — falls es schiefgeht — mit Geld. Erfahrene Privatverkäufer schaffen es. Erstverkäufer mit einer einzigen Immobilie tun sich schwerer.
Der unabhängige Verbraucherratgeber Finanztip empfiehlt die Entscheidung nach drei Faktoren: verfügbare Zeit, eigene Verhandlungserfahrung und persönliches Netzwerk zu potenziellen Käufern. Ohne Netzwerk und Erfahrung ist ein regionaler Makler in den meisten Fällen günstiger als die eingesparte Provision vermuten lässt.
Schritt 2: Wertermittlung und Unterlagen — sofort beginnen
Hier verlieren die meisten Verkäufer Zeit. Nicht bei der Vermarktung. Hier.
Ein realistischer Angebotspreis ist das Fundament. Der Verbraucherratgeber Finanztip hat dokumentiert: Verkäufer schätzen ihren Marktwert im Schnitt 10–15% zu hoch ein. Die Folge ist nicht nur ein niedrigerer Preis — es ist eine deutlich längere Vermarktungsdauer.
Gleichzeitig: Unterlagen sammeln. Jetzt. Nicht zwei Wochen vor dem Notartermin.



