Auf einen Blick
Das Badezimmer-Dilemma beim Immobilienverkauf
Seien wir ehrlich: Das Bad ist der unbequemste Raum beim Immobilienverkauf.
Die bahnbrechende #germanbathrooms-Grundlagenstudie der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS), erhoben durch das Marktforschungsinstitut Forsa mit über 3.000 Befragten, liefert die harte Zahl: 18% aller deutschen Badezimmer sind dringend sanierungsbedürftig — das entspricht rund 7 Millionen Bädern. Weitere 27% der Eigentümer rechnen mit Renovierungen in den nächsten Jahren.
Das bedeutet: Fast jede dritte Immobilie, die auf den Markt kommt, hat ein veraltetes Bad.
Veraltete Fliesen in Avocadogrün oder Rehbraun aus den 1970ern. Goldene Wannenarmaturen. Gemusterte Klodeckel. Das Bad mit der Duschkabine aus den frühen 1990ern, die nie wirklich sauber aussieht, egal wie oft man schrubbt.
Die Frage, die sich jeder Verkäufer dann stellt: Muss ich jetzt sanieren, bevor ich verkaufe?
Die Antwort ist fast immer: Nein. Aber es gibt einen richtigen Weg, ohne Sanierung zu verkaufen. Dieser Leitfaden zeigt ihn Ihnen.
Warum das Badezimmer Kaufentscheidungen trifft
Das Bad ist kein Nebenraum. Der NAR Profile of Home Staging 2025 des amerikanischen Maklerverbands zeigt: 69% aller Makler stagen das Badezimmer — es ist der drittwichtigste Raum nach Wohnzimmer (91%) und Schlafzimmer (83%). Kein Zufall.
Der Grund ist Psychologie. Der Freiburger Immobilienmakler KROß IMMOBILIEN beschreibt das Kernproblem treffend: Beim Betreten eines fremden Badezimmers mit persönlichen Gegenständen entsteht ein unangenehmes Gefühl — als würde man in eine Privatsphäre eindringen. Kaufinteressenten wollen sich ein zukünftiges Leben vorstellen. Nicht das Leben anderer.
Dazu kommt: 81% der Käufer können sich leere oder ungünstig eingerichtete Räume nicht als ihr künftiges Zuhause vorstellen (NAR 2025). Ein veraltetes Bad aktiviert also zwei negative Effekte gleichzeitig: den Fremdheitsfaktor durch persönliche Gegenstände und die Unfähigkeit, sich das Potenzial vorzustellen.
Die offizielle Statistik des deutschen Staging-Verbands DGHR (Deutsche Gesellschaft für Home Staging und Redesign e.V.) belegt: Über 50% der gestagten Immobilien verkaufen sich innerhalb der ersten vier Wochen — 11% sogar beim ersten Besichtigungstermin. Nahezu 40% der Verkäufe brachten durch Staging einen Mehrerlös, der häufig mehrere zehntausend Euro betrug.
Ein gut inszeniertes Bad gehört zu den wichtigsten Bestandteilen dieses Ergebnisses.




