3,5 Mio. MFH in Deutschland

Mehrfamilienhaus Grundriss planen — jeder verlorene Quadratmeter kostet Rendite.

54,8 % aller deutschen Wohnungen liegen in Mehrfamilienhäusern. 2024 wurden aber 13,4 % weniger neue MFH-Wohnungen fertiggestellt als im Vorjahr. Jeder neue Grundriss zählt — wirtschaftlich und architektonisch.

135.300
neue MFH-Wohnungen 2024
Quelle: Destatis Mai 2025
54,8 %
aller Wohnungen in Mehrfamilienhäusern
Quelle: Destatis / Haufe 2025
3.200 €/m²
Ø Baukosten schlüsselfertig
Quelle: Massivhaus.de 2025

Auf einen Blick

Ein Mehrfamilienhaus Grundriss bestimmt, wie viel Mietfläche pro Bruttogrundfläche entsteht — und damit die Rendite des gesamten Projekts. Laut dem Deutschen Architektenblatt liegt die Nutzungsfläche bei optimierten Grundrissen bei 65–70 % der BGF. Diese Seite zeigt, welche Spänner-Typen die höchste Flächeneffizienz erreichen, welche Wohnungsgrößen für welche Zielgruppen funktionieren und wie Sie Baukosten ab 3.200 €/m² in Rendite übersetzen.

Warum der Mehrfamilienhaus Grundriss über Vermietbarkeit und Rendite entscheidet

Ein Mehrfamilienhaus Grundriss ist mehr als eine Zeichnung mit Wänden und Türen. Er entscheidet darüber, ob ein Bauvorhaben 4 % oder 6 % Mietrendite erzielt. Jeder Quadratmeter Erschließungsfläche — Treppenhaus, Flur, Technikraum — ist verlorene Mietfläche. Die Rechnung ist einfach.

Die Zahlen des Statistischen Bundesamts (Mai 2025) zeigen die Dimension: 251.900 Wohnungen wurden 2024 in Deutschland fertiggestellt, davon 135.300 in Mehrfamilienhäusern. Das sind 13,4 % weniger als im Vorjahr. Die durchschnittliche Bauzeit stieg auf 26 Monate. Wer heute ein MFH plant, investiert mehr Zeit und Geld — umso wichtiger, dass der Grundriss von Anfang an stimmt.

Der Gebäudereport 2025 beziffert den Bestand auf 3,5 Millionen Mehrfamilienhäuser mit insgesamt rund 18,9 Millionen Wohneinheiten (9,5 Mio. in MFH mit 3–6 WE plus 9,4 Mio. in MFH mit 7–12 WE). Fast 61 % davon wurden vor 1979 gebaut. Für Neubauten wie für Sanierungen gilt: Der Grundriss bestimmt die wirtschaftliche Zukunft des Gebäudes.

Definition: Ein Mehrfamilienhaus (MFH) enthält mindestens drei Wohneinheiten und fällt ab Gebäudeklasse 3 unter erweiterte baurechtliche Anforderungen — etwa bei Brandschutz, Fluchtwegen und Schallschutz.

Zweispänner, Dreispänner, Vierspänner — welcher Erschließungstyp passt?

Der Erschließungstyp entscheidet, wie viele Wohnungen pro Etage an ein Treppenhaus angebunden sind. Beim Zweispänner teilen sich zwei Einheiten den Zugang — gut für Wohnqualität, aber mit höherem Flächenanteil für Erschließung. Der Vierspänner verteilt die Kosten auf vier Parteien und erreicht deutlich mehr Mietfläche pro Bruttogrundfläche.

Die auf Mehrfamilienhäuser spezialisierten Architekten von Stadtblick Architekten empfehlen den Vierspänner für Projekte mit guter Bebauungstiefe und mindestens 14 Wohneinheiten. Für kleinere Bauvorhaben mit 4–8 Wohnungen bleibt der Zweispänner die sinnvollere Wahl. Der Dreispänner liegt dazwischen — ein Kompromiss aus Wirtschaftlichkeit und Wohnkomfort.

Eine Sonderform ist der Laubengangtyp: Hier werden sechs oder mehr Wohnungen pro Etage über einen außenliegenden Gang erschlossen. Maximale Flächeneffizienz, aber weniger Privatsphäre. In urbanen Geschosswohnungsbauten dennoch verbreitet.

Mehrfamilienhaus Grundriss: Anteil der Mietfläche an BGF nach Erschließungstyp

Quellen: DABonline, Stadtblick Architekten, Bauexpertenforum (aggregiert)

Was einen guten Mehrfamilienhaus-Grundriss ausmacht

Fünf Prinzipien bestimmen die Qualität. Ein kompakter Baukörper spart Fassadenfläche und damit Dämmkosten. Badezimmer und Küchen übereinander zu stapeln reduziert Installationskosten erheblich — bei einem Sechsparteienhaus über drei Etagen kann das fünfstellige Beträge ausmachen.

Das Deutsche Architektenblatt schlüsselt die typische Flächenverteilung auf: Die Nutzungsfläche (NUF) macht bei gut geplanten Grundrissen 65–70 % der Bruttogrundfläche aus. Die Verkehrsfläche — Treppen, Flure, Aufzüge — sollte 12–15 % nicht überschreiten. Die Konstruktions-Grundfläche (Wände, Schächte) liegt bei 16–18 %. Jeder Prozentpunkt weniger Erschließung bedeutet mehr vermietbare Fläche.

Punkt. Einen Aufzug einzuplanen lohnt sich wirtschaftlich erst ab 12–15 Wohneinheiten, so die Einschätzung von Stadtblick Architekten. Ab 14–20 Einheiten rechnet er sich fast immer. Unter dieser Schwelle überwiegen die Kosten für Schacht, Wartung und Technikfläche den Mehrwert — es sei denn, die Zielgruppe verlangt barrierefreien Zugang nach DIN 18040-2.

Wer die einzelnen Wohneinheiten im Detail planen möchte, findet beim Wohnungsgrundriss optimieren konkrete Tipps für offene und geschlossene Raumkonzepte. Und wer zum Vergleich den Einfamilienhaus-Grundriss betrachten will: Die Planungsprinzipien unterscheiden sich fundamental, weil beim EFH keine Erschließungseffizienz für mehrere Parteien relevant ist.

Wohnungsgrößen nach Zielgruppe planen

Ein Mehrfamilienhaus mit ausschließlich 80-m²-Wohnungen verschenkt Potenzial. Unterschiedliche Mieterzielgruppen brauchen unterschiedliche Flächen. Ein Mix steigert die Vermietbarkeit und verteilt das Leerstandsrisiko. Singles in Hamburger Innenstadtlagen suchen 40–55 m². Familien in einem Vorort von München brauchen 80–110 m² mit drei bis vier Zimmern.

Das Beispiel eines Grundriss 100 qm Wohnung zeigt, wie sich drei Zimmer auf dieser Fläche sinnvoll anordnen lassen. Für die konkrete Planung einer 4-Zimmer-Wohnung gelten eigene Regeln bezüglich Flurführung und Belichtung.

ZielgruppeEmpfohlene GrößeZimmerBesonderheiten
Singles / Studierende40–55 m²1–2Offene Küche, kompaktes Bad, zentrale Lage bevorzugt
Paare ohne Kinder60–75 m²2–3Separates Arbeitszimmer, Balkon
Familien80–110 m²3–4Abstellraum, zweites Bad, kindersichere Grundrissführung
Senioren (barrierefrei)55–70 m²2–3Schwellenlos nach DIN 18040-2, bodengleiche Dusche, Aufzug

Baukosten und der Renditehebel im Grundriss

Ein Mehrfamilienhaus schlüsselfertig zu bauen kostet durchschnittlich 3.200 € pro Quadratmeter — laut Marktübersichten von Massivhaus.de und Fertighaus.de (Stand 2025). Bei Selbstausbau sinkt der Wert auf etwa 2.000 €/m². Ein konkretes Beispiel: Ein Dreiparteienhaus mit 242 m² Wohnfläche kommt bei FischerHaus auf rund 1.012.915 €. Ein Sechsparteienhaus mit 481 m² auf etwa 1.946.531 €. Baunebenkosten von 15–20 % kommen jeweils obendrauf.

Die Mietrendite für MFH liegt bei 4–6 % jährlich, die Amortisation bei 15–25 Jahren. Hier wird der Grundriss zum Renditehebel. Eine aufschlussreiche Fallstudie von Zinshaus-Investor.de dokumentiert ein Projekt mit 350 m² Ausgangsfläche: Durch Grundrissoptimierung stieg die Mietfläche um 8 %. Die Jahresmiete verdoppelte sich von 65.000 € auf 130.000 €. Die Mietrendite wuchs um 30 %. Allein die Reduktion der Wanddicke um 5 cm brachte pro Wohneinheit etwa 0,25 m² und damit rund 1.667 € zusätzlichen Gewinn.

Rechenbeispiel: Bei einem Vierspänner mit 16 Wohneinheiten und 15 €/m² Kaltmiete bedeuten 3 % mehr Mietflächenanteil (von 76 auf 79 % BGF) bei 2.400 m² BGF: 72 m² zusätzliche Mietfläche × 15 € × 12 Monate = 12.960 € mehr Jahresmietertrag. Das muss nicht sein, dass diese Fläche als Flur verloren geht.

Wer sich über die Grundlagen informieren möchte, wie man einen Grundriss selbst erstellen kann — digitale Tools machen heute vieles möglich, bevor ein Architekt ins Spiel kommt. Für den professionellen Einsatz empfiehlt sich aber immer die Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Planer.

Grundriss und Verkauf — so überzeugen Sie Investoren

Investoren kaufen Mehrfamilienhäuser oft auf dem Papier. Ein technischer Grundriss allein reicht selten, um eine Kaufentscheidung auszulösen. 95 % der Immobilienkäufer beginnen ihre Suche online (StagerAI 2025). Das gilt auch für Kapitalanleger, die MFH-Projekte vergleichen.

Professionell gestaltete Wohneinheiten beschleunigen die Entscheidung. Wenn zu einer nüchternen Grundrisszeichnung eine realistische Visualisierung der Mustereinheit kommt, wird die Investition greifbar. Virtuelles Home Staging — also die KI-basierte, digitale Möblierung leerer Räume — macht das in Minuten möglich. Alle Bilder tragen den Hinweis „virtuell möbliert", wie es die DACH-Werberichtlinien vorschreiben.

Der Effekt ist messbar: Immobilien mit Staging verkaufen sich 73 % schneller (RESA Q1-2025). Für ein Exposé für Ihr Mehrfamilienhaus bedeutet das: Grundriss plus Staging plus ein professionelles Immobilienexposé bilden zusammen das stärkste Verkaufspaket. Digitales Home Staging ab 99 € pro Projekt — ein Bruchteil dessen, was ein zusätzlicher Monat Vermarktungszeit bei einem MFH kostet.

Mustereinheit virtuell eingerichtet — vorher und nachher

Mehrfamilienhaus Grundriss — virtuell möblierte Mustereinheit mit skandinavischem Staging
Mehrfamilienhaus Grundriss — leere Mustereinheit ohne Möblierung, europäischer Neubau
Vorher
Nachher

Visualisierung einer Mustereinheit — virtuell möbliert mit ImmoStage. Dauer: 5 Minuten.

Mehrfamilienhaus Grundriss — modernes deutsches Mehrfamilienhaus mit Balkonen und zeitgenössischer Fassade

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Weitere Themen

Häufige Fragen zum Mehrfamilienhaus Grundriss

Wirtschaftlich rechnen sich Mehrfamilienhäuser ab etwa 14–20 Wohneinheiten besonders gut, da sich die Erschließungskosten (Treppenhaus, Aufzug) auf mehr Parteien verteilen. Kleinere Projekte mit 4–8 Einheiten funktionieren als Zweispänner mit geringerer Komplexität.
Nein. Die Landesbauordnungen schreiben einen Aufzug in der Regel erst ab einer bestimmten Gebäudehöhe oder Geschosszahl vor (meist ab dem 5. OG). Wirtschaftlich sinnvoll wird ein Aufzug ab 12–15 Wohneinheiten — laut Stadtblick Architekten. Bei seniorengerechten Wohnungen nach DIN 18040-2 ist barrierefreier Zugang jedoch Pflicht.
Die wichtigsten sind DIN 18040-2 (barrierefreies Bauen in Wohnungen), DIN 4109 (Schallschutz im Hochbau) und die jeweilige Landesbauordnung für Brandschutz und Fluchtwege. Für energetische Anforderungen gilt das Gebäudeenergiegesetz (GEG 2024).
Laut Deutschem Architektenblatt liegt der typische Verkehrsflächenanteil (Treppen, Flure, Aufzüge) bei 12–15 % der Bruttogrundfläche. Ein gut optimierter Grundriss hält diesen Wert am unteren Ende. Beim Vierspänner sinkt der Erschließungsanteil auf etwa 9 %.
Erheblich. Eine Fallstudie von Zinshaus-Investor.de zeigt: 8 % mehr Mietfläche durch Grundrissoptimierung führten zu 30 % höherer Mietrendite. Schon die Reduktion der Wanddicke um 5 cm bringt pro Wohneinheit etwa 0,25 m² und rund 1.667 € mehr Gewinn.
Architektenhonorare richten sich nach der HOAI und dem Bauvolumen. Für ein Mehrfamilienhaus mit 6 Einheiten und ca. 500 m² Wohnfläche liegen die Planungskosten (Leistungsphasen 1–4) typischerweise bei 8–12 % der Baukosten. Bei 3.200 €/m² Baukosten und 500 m² sind das rund 128.000–192.000 € für die Gesamtplanung.
Eugen Görtz — Gründer von ImmoStage
Verfasst von

Eugen Görtz

Gründer & Geschäftsführer, ImmoStage

Eugen Görtz ist Gründer von ImmoStage. Vor der Gründung war er über 10 Jahre als Abteilungsleiter in einem Industrieunternehmen tätig — mit Verantwortung für Prozessoptimierung, Teamführung und Digitalisierung. Diese operative Erfahrung fließt direkt in die Produktentwicklung von ImmoStage ein: pragmatische Lösungen, die im Makler-Alltag funktionieren.

10+ Jahre Abteilungsleiter in der IndustrieGründer von ImmoStage (2024)Fokus: KI-Staging für DACH-MaklerDSGVO & EU-Compliance
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Veröffentlicht: 1. Januar 2025
Lesezeit: 8 Min.

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