Auf einen Blick
Warum der Mehrfamilienhaus Grundriss über Vermietbarkeit und Rendite entscheidet
Ein Mehrfamilienhaus Grundriss ist mehr als eine Zeichnung mit Wänden und Türen. Er entscheidet darüber, ob ein Bauvorhaben 4 % oder 6 % Mietrendite erzielt. Jeder Quadratmeter Erschließungsfläche — Treppenhaus, Flur, Technikraum — ist verlorene Mietfläche. Die Rechnung ist einfach.
Die Zahlen des Statistischen Bundesamts (Mai 2025) zeigen die Dimension: 251.900 Wohnungen wurden 2024 in Deutschland fertiggestellt, davon 135.300 in Mehrfamilienhäusern. Das sind 13,4 % weniger als im Vorjahr. Die durchschnittliche Bauzeit stieg auf 26 Monate. Wer heute ein MFH plant, investiert mehr Zeit und Geld — umso wichtiger, dass der Grundriss von Anfang an stimmt.
Der Gebäudereport 2025 beziffert den Bestand auf 3,5 Millionen Mehrfamilienhäuser mit insgesamt rund 18,9 Millionen Wohneinheiten (9,5 Mio. in MFH mit 3–6 WE plus 9,4 Mio. in MFH mit 7–12 WE). Fast 61 % davon wurden vor 1979 gebaut. Für Neubauten wie für Sanierungen gilt: Der Grundriss bestimmt die wirtschaftliche Zukunft des Gebäudes.
Zweispänner, Dreispänner, Vierspänner — welcher Erschließungstyp passt?
Der Erschließungstyp entscheidet, wie viele Wohnungen pro Etage an ein Treppenhaus angebunden sind. Beim Zweispänner teilen sich zwei Einheiten den Zugang — gut für Wohnqualität, aber mit höherem Flächenanteil für Erschließung. Der Vierspänner verteilt die Kosten auf vier Parteien und erreicht deutlich mehr Mietfläche pro Bruttogrundfläche.
Die auf Mehrfamilienhäuser spezialisierten Architekten von Stadtblick Architekten empfehlen den Vierspänner für Projekte mit guter Bebauungstiefe und mindestens 14 Wohneinheiten. Für kleinere Bauvorhaben mit 4–8 Wohnungen bleibt der Zweispänner die sinnvollere Wahl. Der Dreispänner liegt dazwischen — ein Kompromiss aus Wirtschaftlichkeit und Wohnkomfort.
Eine Sonderform ist der Laubengangtyp: Hier werden sechs oder mehr Wohnungen pro Etage über einen außenliegenden Gang erschlossen. Maximale Flächeneffizienz, aber weniger Privatsphäre. In urbanen Geschosswohnungsbauten dennoch verbreitet.



